Freitag, 15. Juni 2012

Ich hab Zuckerfrei! Heute zusammen mit Nicole vom zuckersüßen Blog "life life deeply-now"

Vor einigen Wochen beschloss meine “Schoko-Freundin”Nicole von live life deeply-now! ihr Essverhalten zu ändern und für eine Woche auf Zucker zu verzichten. “Uiuiuiuiui!” kommentierte ich damals ihren Facebook-Eintrag, “Echt jetzt?” Die Idee erschien mir so abwegig und undenkbar, dass ich sicher war, so etwas würde niemals für mich in Frage kommen. Das hieße ja, auf mein geliebtes Back- und Naschwerk zu verzichten, auf Sonntagssüß und Zucker im Espresso, auf Schokolade und Konfitüre!
Nichtsdestotrotz bewunderte ich Nicole für das Projekt und las gespannt ihren Blog, auf dem sie das Experiment jeden Tag dokumentierte. Die Idee begann in meinem Kopf herumzuschwirren und Nicoles Begeisterung steckte mich an. (Die und ein kleines Kilo Wohlstandsspeck, das sich hartnäckig hielt und verdächtig nach zu vielen Cookies aussah.)  Irgendwann stand ganz klar der Satz “Das kann ich auch” im Raum und wurde ergänzt durch den Satz “Das WILL ich auch”. Und dann stand ich da, mit meinem ersten schwarzen Kaffee. Zunächst gewöhnungsbedürftig, wie überhaupt das Leben “ohne”.

Über die nächsten Wochen möchte ich mein eigenes Zuckerfrei-Experiment hier auf dem Blog mit Euch teilen, meine Erfahrungen beschreiben und hoffentlich viele tolle zuckerfreie Rezepte posten.
Und ich freue mich einfach RIESIG und wie Bolle, dass Nicole heute meine Gastautorin ist und über ihre zuckerfreie Woche berichtet. Es wird trotzdem süß, schon allein weil sie selbst oh so sweet ist!  
Bühne frei für Nicole!
Ach was freu ich mich heute als Gastautor über meine zuckerfreie Woche zu berichten. Am Anfang sei gesagt, dass ich mich wirklich nur just for fun dazu entschlossen habe, eine Woche auf raffinierten Industriezucker und industrielle Zuckerersatzstoffe zu verzichten. Natürliche Süßstoffe wie Honig und der Fruchtzucker in Obst waren komplett erlaubt.
Ich hatte großes Interesse daran heraus zu finden wie mein Körper (der Körper eines Zuckerjunkies) sich in einer Woche ohne Zucker verhält. Und ob ich es überhaupt durchhalte. Denn schließlich habe ich unter normalen Bedingungen ca. 100 gr Zucker täglich zu mir genommen. Laut WHO liegt die Zuckergrenze für Frauen  bei 50 gr am Tag! Ja, da klingelten die Alarmglocken.
Ich hatte mir bewusst eine kurze Arbeitswoche ausgesucht, denn unter Stress bin ich ohne Schokoriegel nicht zu ertragen.
Den Einkauf für diese zuckerfreie Woche hatte ich einen Tag vor dem Starttag erledigt, um nicht in die Bredouille zu geraten unterzuckert einkaufen zu müssen.
Der Start erfolgte dann an einem Sonntag, eine wirklich gelungene Entscheidung, denn ich habe gelitten. Schweißausbrüche, Konzentrationsmangel, Gereiztheit, Kälteschauer – um nur EINIGE Nebenwirkungen zu nennen.
Am zweiten und dritten Tag normalisierte sich die Lage dann und ab Tag vier war ich ein neuer Mensch!
Ich stand morgens VOR dem ersten Wecker klingeln auf, sah frisch und erholt aus, weder verknittert noch verschlafen. Und war bestens gelaunt.
Da ich immer ausgiebig gefrühstückt habe, hatte ich auch nie Hunger. Mein Lunch hielt meist bis halb vier vor und erst dann hatte ich das Bedürfnis, den aufkommenden Süßhunger mit einer Banane zu stillen.
Wichtig war für mich ausreichend zu trinken, mindesten 1,5 Liter Wasser, darauf schiebe ich auch ausbleibende Kopfschmerzen, die mir jeder prophezeit hatte.
Summa summarum kann ich sagen es hat sich gelohnt! Mein Zuckerkonsum liegt jetzt bei ca. 30 gr und das sind hauptsächlich natürliche Süßmacher. Ich esse unabhängig davon auch weniger Salz. Mir ist aufgefallen, wenn ich ab dem späten Nachmittag Zucker in welcher Form auch immer zu mir nehme, komme ich morgens schlechter aus den Federn und muss zu mehr Augencreme greifen – also bitte, wenn das kein Grund ist, dann weiß ich auch nicht. Für alle die meine zuckerfreie Woche nachlesen möchten: Ich habe ein kleines Ernährungstagebuch geführt und auch einige Rezepte veröffentlich. (HIER)

♥ Vielen lieben Dank für den Gastbeitrag, Nicole! ♥

Wisst Ihr, welches bei mir der Punkt war, an dem “das will ich auch!” ganz laut hinter meiner Stirn hämmerte, oder eben da, wo das bewusste Denken sitzt? Als Nicole schrieb, dass sie morgens vor dem ersten Weckerklingeln wach würde und auch nicht mehr schlafzerknittert aussähe. So. Da hatte sie mich. Aufstehen ist nämlich mein großer Schwachpunkt. Zugegebenermaßen ist es das immer noch, den Wecker ignoriere ich nach wie vor sehr gern. Aber, und das ist wirklich war: Ich sehe nicht mehr so verpennt und knitterig aus. Über diese und ein paar andere sehr positive “Nebenwirkungen” erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.

Süße Grüße, ganz ohne Zucker!

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Freitag, 15. Juni 2012

8 Gedanken zu „Ich hab Zuckerfrei! Heute zusammen mit Nicole vom zuckersüßen Blog "life life deeply-now"

  1. Christina

    toll *____*.

    also. ich will das ja schon seit mooooonaten machen. aber irgendwie… immer nur so halbherzig. wenn ich mir vorstelle, was ich alles nicht mehr essen könnte, wird mir ganz schwindelig. aber ich glaube, ich muss es auch ganz ganz dringend mal probieren.

  2. Kuchenherzerl

    Völlig undenkbar. Völlig. Also für mich. Diese Worte tippe ich, während ich in einen Schoki-Riegel beisse. Aber: Ich bin super gespannt, was Du zu berichten hast, ob es Dir ähnlich geht wie Nicole und natürlich auch auf die Rezepte!

    Ich wünsch Dir gutes Durchhalten und ziehe virtuell meinen Hut!

    Liebe Grüße,
    Catharina

  3. Schokozwerg

    Hm, ich will das nicht machen – sonst müsste ich mein Blog-Aktivitäten einstellen ;) )))

    Aber derzeit habe ich nur wenig bis keinen Appetit auf Süßes und stelle fasziniert fest, wie sich der Körper nach einem Tag innigsten Lechzens daran gewöhnt, dass der Nachschub ausbleibt. Kein Affe, der nach Zucker schreit, nirgends. In dem Sinne wünsche ich Dir gutes Gelingen! :)

    1. Katharina

      Hallo Su,
      ScandiFoodie lese ich seit ein paar Wochen, ich bin über Sarah Wilsons Blog und Buch darauf gekommen. Da gibt es spannende Sachen zu sehen! :-)

  4. nike

    großartig! und ob du es glaubst oder nicht, ich habe gestern abend eine alte healthy living rausgesucht, in der es um eine “reine energie – kur woche” geht. back to the roots, kein zucker, kein fleisch, keine fertigprodukte, keine milch- und sojaprodukte, keine nachtschattengewächse … “nur” gemüse, getreide, blattsalate, frische kräuter, obst, gesunde öle, nüsse, gewürze, seefisch und bohnen. eine woche den körper entrümpeln und entgiften. 2006 hab ich das schon mal gemacht und jetzt will ich wieder… und gegen ein weniger verknittertes gesicht hätte ich auch nichts.
    nicoles zuckerfreie woche hab ich auch verfolgt, jetzt bin ich wahnsinnig gespannt auf deine…
    liebe grüße, nike

  5. Frl. Zuckersuess

    wow ich hätte nicht gedacht was so eine Woche für positive Auswirkungen hat :-) Für mich wäre es bereits eine Riesenherausforderung meinen Kaffee ohne mein halbes Stück Zucker zu trinken.. vor Jahren war es sogar noch ein ganzes..

    Liebe Grüße,

    Frl. Zuckersüß (passend zum Thema *hi hi*)

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