Donnerstag, 13. Februar 2014

Kohlrabischnitzel mit Rote-Bete-Gnocchi

Ist es bezeichnend, dass mein letzter “Ausflug” in die große Stadt, also vor Ankunft des neuen Mitbewohners, ausgerechnet zum Hamburger Bloggertreffen war? Wahrscheinlich… Aber ich habe auch brav die regionale Wirtschaft gefördert und ein paar Sachen für Mutter und Kind in zwei tollen Läden geshoppt. (Kennt Ihr zum Beispiel Kalason? Wenn nicht, dann solltet Ihr das nachholen! ;-) )
Danach ging es zur fröhlichen Schnatterrunde in den Teesalon Dear Matsu, den Elodie aka Madame Love für uns reserviert hatte. Im Dear Matsu in Eppendorf bekommt man nicht nur feine Tees, sondern auch feines veganes Essen.

Rote_Bete_Gnocchi_Kohlrabischnitzel

Ich bin ja nun kein Veganer, schon allein aufgrund meiner Käsebrot-Obsession. Ehrlich, wäre ich ein Essen, dann ein Käsebrot. Mit Gurke und Tomate. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Grünzeug, aber mit komplett veganem Essen habe ich mich noch nie wirklich befasst – oder befassen wollen, woran ein derzeit furchtbar hipper und penetranter Vegan-Guru mit historisch-bedeutsamen Vornamen nicht ganz unschuldig ist. Aber ich bin ja offen für alles, und wenn jemand für mich kocht, um so besser! Das Menü vom Dear Matsu, das mit Feldsalat, Tempeh und pochierter, gewürzter Birne startete, war auch wirklich richtig köstlich, und der anschließende Hauptgang, nämlich Kohlrabischnitzel mit Rote-Bete-Gnocchi ließ sogleich mein mentales Pinterest-Board anschlagen.  Nachmachen, nachmachen!

Hier ist also die nicht-vegane Variante, mit Parmesan und Ei in der Panade und mit Eigelb in den Gnocchi. Die Gnocchi wollten auch definitiv keinen Schönheitswettbewerb bei mir gewinnen, aber da es ja abends immer noch dunkel ist, sieht man das im Schummerlicht nicht so. Da besteht noch Übungsbedarf, aber den hole ich gern nach, denn gut schmecken sie wirklich. Und ein ordentlicher Schuss Butter hat noch keiner “Knottschi” geschadet, oder? Rote_Bete_Gnocchi_Kohlrabischnitzel

Für das Timing: Erst die Gnocchi zubereiten und garen. Dann die Kohlrabischnitzel vorbereiten, und während die Schnitzel in der Pfanne brutzeln, die Gnocchi in Butter schwenken oder noch mal knusprig braten.

Dazu passen ein simpler Joghurt-Dip und ein grüner Salat.

Rote-Bete-Gnocchi

adaptiert nach dem Gnocchi-Grundrezept der Effilée

250g mehligkochende Kartoffeln – geschält gewogen
250g Rote Bete – geschält gewogen
50g Weizendunst (doppelgriffiges Mehl/Spätzlemehl)
100g Mehl (405 oder 550)
2 Eigelb
Salz und frisch geriebene Muskatnuss
Butter zum Schwenken

:: Kartoffeln und Rote Bete in gleich große Stücke schneiden und zusammen weich kochen, dann abgießen und ausdampfen lassen und anschließend durch die Kartoffelpresse drücken. Keine Presse vorhanden? Einfach über die Reibe drücken!

:: Gepressste Kartoffeln und Rote Bete mit Weizendunst, Mehl, Eigelben, Butter, einer guten Prise Salz und etwas geriebener Muskatnuss in eine Schüssel geben und erst mit der Gabel, dann mit den Händen zu einem festen, geschmeidigen Teig kneten – der wird allerdings ziemlich klebrig sein. Die Arbeitsfläche ordentlich bemehlen und den Teig in fingerdicke Rollen formen, diese in 1 cm dicke Stücke schneiden und Gnocchi formen. Die Gnocchi nach Wunsch dekorativ mit den Gabelzinken eindrücken und in siedendem Salzwasser garen, bis sie oben schwimmen. Herausnehmen und abtropfen lassen.

:: Kurz vor dem Servieren noch einmal in heißer Butter schwenken bzw. braten.

 

Kohlrabischnitzel mit Parmesankruste

2 große Kohlrabi
Salz, Pfeffer
Mehl zum Bestäuben
1 Ei, evtl. 2, wenn sie recht klein sind
Semmelbrösel zum Wenden – bei mir so ca. 4-5 EL
4 EL geriebener Parmesan
Butterschmalz zum Ausbraten

:: Kohlrabi schälen und in ca. 1/2cm dicke Scheiben schneiden. Wer sie weich mag, sollte sie jetzt kurz ein paar Minuten im siedenden Wasser vorkochen und dann abtropfen lassen.

:: Ei verschlagen und auf einen Teller geben (oder eben auf dem Teller verschlagen… ;-) ), Mehl auf einen zweiten Teller streuen und auf den dritten Teller Semmelbrösel mit Parmesan mischen. Halt die normale Schnitzel-Panade-Vorbereitungs-Parade.

:: Kohlrabischeiben salzen und pfeffern, erst in Mehl und dann im Ei wenden und dann ordentlich in die Semmelbrösel-Parmesan-Mischung drücken.

:: Butterschmalz erhitzen und die Kohlrabischnitzel auf mittlerer Hitze von beiden Seiten knusprig braun braten.

Das könnte Dich auch interessieren:

 

Donnerstag, 13. Februar 2014

11 Gedanken zu „Kohlrabischnitzel mit Rote-Bete-Gnocchi

  1. martina

    schon beim Foto dachte ich, das hab ich doch auch schon mal gegessen ;-) )
    sehr fein, denn die Gnocchi waren in der Tat sehr lecker, die werde ich mal an das Kleingemüse hier verfüttern, wir üben im Moment nämlich jede Woche ein neues Gemüse probieren!!! AHHHHHH…

    Schön weiter brüten, gelle!?!?!
    Liebste Grüße
    Martina.

    1. Katharina 1

      BUNTES Essen? Oh weia… :-)
      Und ja, ich brüte fleißig. Aber langsam könnte er dann auch schlüpfen!

  2. Theresa

    Oh mann, jetzt habe ich wieder Hunger! Und bis zum Abendessen muss ich mich noch ein wenig gedulden.. ;) Ich danke dir für dieses appetitliche Rezept und schicke dir liebe Grüße!

  3. Hannah

    Das wird auf jeden Fall nachgekocht! Kohlrabischnitzel habe ich zwar auch schon mal gemacht, aber deine Kombination mit Rote-Bete-Gnocchi und dem Dip sieht einfach perfekt aus! :-)

    1. Katharina 1

      Ja, die gingen mir auch die ganze Zeit nicht mehr aus dem Kopf, und bei meiner aktuellen Rote-Bete-Obsession war das nur eine Frage der Zeit… ;-)

  4. Redach

    Gestern Abend haben wir die Rote-Beete-Gnocchi zusammen mit einem Petersilien-Ziegenkäse-Pesto zubereitet. Köstlichst und ein absoluter Augenschmaus. Danke für dieses feine Rezept!

  5. Kathrin von Happy Home Blog

    Oh das sieht ja köstlich aus. Ich muss sagen, dass die Gnocci für mich schon im Dear matsu das Highlight waren. Deine Kohlrabischnitzel sehen aber auch mehr als lecker aus und mit Parmesankruste? Ja bitte!!!!!

    Bin gespannt auf “Schlüpfnachricht” !!! Good luck!
    Liebe Grüße
    Kathrin

  6. Olli


    “Knottschi”

    Danke! Ich wusste, es gibt noch mehr Menschen, die wissen, wie man dieses Wort auszusprechen hat! :-)

Kommentare sind geschlossen.