Donnerstag, 19. Juli 2012

Krachgesunde Cracker

Snickers. Diese gemeinen Biester setzen meine guten Vorsätze auch nach Wochen manchmal ganz schön unter Druck. Sie scheinen sogar meinen Namen zu kennen, an der Supermarktkasse lächeln sie mich nicht mehr einfach nur an, sie rufen meinen Namen und fragen, was los sei mit mir, ob ich sie nicht mehr kennen würde, ob ich mich jetzt wohl für etwas Besseres hielte, und es sei doch früher immer so schön gewesen mit uns! Um der alten Zeiten willen könnte ich doch wenigstens einen mitnehmen?
Hinterhältig. Aber nicht mit mir. Gebt mir noch ein paar Wochen, dann sprechen wir uns wieder, Freunde. Und wir werden sehen, wer hier lacht. (Hoffentlich ich…)
Cracker Reis Quinoa Sesam Rosmarin Meersalz

Auch mit  der großartigen Feststellung, dass ich durch den Fruktose-Cut recht wenig “Zwischenhunger” habe und das süße Verlangen am Nachmittag deutlich gemildert ist, gelüstet es mich manchmal nach einem Snack, meistens nach etwas  Knusprigem, Salzigem. Chips sind relativ selten in unserem Vorratsschrank anzutreffen, das Gefährdungspotenzial ist definitiv zu hoch – oder könnt Ihr die geöffnete Chipstüte wieder zurücklegen, nachdem Ihr eine Handvoll Chips herausgenommen habt? Eben. Willenskraft in diesem unglaublichem Maße ward mir nicht gegeben.
Cracker Reis Quinoa Sesam Rosmarin Meersalz

Eine gute Quelle für hauchzarte und knusprige Cracker, die locker mit Chips mithalten können, fand ich bei Sarah von My New Roots. Die Cracker sehen irre gesund aus  und sind es wahrscheinlich auch – aber viel wichtiger ist, dass sie auch wirklich köstlich sind, was sie zu einer unschlagbaren Kombination macht. Einmal ausgerollt kann der Teig mit allerlei Körnern, Gewürzen und Kräutern bestreut werden, meine liebste Geschmackskombination ist Sesam mit Meersalz und Pfeffer, aber auch geraspelter Parmesan und Rosmarin ist nicht zu verachten. Ganz und gar nicht.
Cracker Reis Quinoa Sesam Rosmarin Meersalz

Krachgesunde Cracker
ergibt ca. 3 Backbleche voll Cracker

75g Vollkornreis (oder 1 Tasse gekochter Reis, bpsw. Überbleibsel vom Vortag)
50g Quinoa (1 Tasse gekocht), alternativ geht auch Couscous oder Bulgur
50g Sesamsaat (ungeschält)
40g Leinsamen, ganz oder geschrotet
1/2 TL Meersalz
2 EL Olivenöl
1 EL helle Sojasauce, weniger, wenn man es nicht so salzig mag
Körner, Gewürze und Kräuter zum Bestreuen, z.B. Kürbis- oder Sonnenblumenkerne, Sesam, Chiliflocken, Meersalz, grob gemahlener Pfeffer, Rosmarinnadeln…..
:: Vollkornreis und Quinoa nach Packungsanweisung kochen – allerdings ohne Salz – und abkühlen lassen. Nach Möglichkeit während des Reiskochens nicht von Online-Klatschmagazinen ablenken lassen. Just saying. Ahem.
:: Leinsamen mit ausreichend Wasser übergießen und mindestens 20 Minuten einweichen lassen.
:: Sesam in der Pfanne über mittlerer Hitze anrösten, bis die Samen springen und duften. Ebenfalls abkühlen lassen.
:: Backofen auf 180°C vorheizen
:: Reis, Quinoa, Leinsamen, Sesam, Salz, Sojasauce und Olivenöl vermengen und in der Küchenmaschine oder mit dem Zauberstab pürieren, bis eine glatte und recht klebrige Masse entsteht Wenn der Teig zu krümelig ist, teelöffelweise Wasser unterarbeiten. Leinsamen und Sesam werden dabei nicht unbedingt pulverisiert (je nach Power des Pürierstabs oder der Küchenmaschine), aber das ist okay.
:: Ein Drittel des Teigs auf ein Stück Backpapier geben und mit einem zweiten Papier oder einem Stück Folie abdecken, so rollt es sich leichter aus. Auf eine Dicke von etwa 2mm ausrollen, dann das obere Backpapier oder die Folie vorsichtig abziehen, das untere mit dem Teigfladen auf das Backblech ziehen.
:: Mit einem scharfen Messer oder einem Pizzaroller Rauten schneiden, den Teig aber im Ganzen lassen. Einfacher geht das, wenn das Messer regelmäßig angefeuchtet wird, dann klebt der Teig weniger daran. Mit Körnern und Gewürzen bestreuen und 25 – 30 Minuten backen, anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Dann entlang der “Markierungen” auseinanderbrechen.
:: Auf die gleiche Weise mit dem Rest des Teigs verfahren – er lässt sich aber auch gut für einige Wochen portionsweise einfrieren, dazu am besten flachdrücken.

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Donnerstag, 19. Juli 2012

14 Gedanken zu „Krachgesunde Cracker

    1. Katharina

      Ohne Mehl!!! :) In den seltenen Fällen, in denen es bei uns Reis gibt, koche ich neuerdings immer ein bisschen mehr und packe dann eine Tasse voll (oder zwei) in den Kühlschrank oder in den Tiefkühler. Man weiß ja nie, wann man mal dringend eine Ladung Cracker braucht! :)

  1. nike

    kracher cracker! sesam ist super, gerne auch im gurkensalat mit reisessig und wasabi.
    ich glaub, ich verwandel deine cracker in sushi cracker, mit sesamöl & noriblättern … :)

  2. Täglich Freude am Kochen

    Auf so etwas habe ich schon lange gewartet, danke! Du weißt warum du von den Chips nicht lassen kannst? Es ist das Glutamat, es macht dich “süchtig” und du willst immer mehr! Deshalb lieber Finger davon lassen, da hast du vollkommen Recht.

    1. Katharina

      Oh, sehr gerne! *verbeug*
      Stimmt, Glutamat ist ein übles Zeug. Allerdings gibt’s wenn dann überhaupt nur Chips, die als Zutaten Kartoffeln, Salz und Öl haben, aber dennoch… soooo schwer wegzulegen! Das salzige, “unami” macht auch insta-süchtig. :)

  3. Sandy

    Meine Liebe, ich kann dir nur immer wieder meine größte Bewunderung aussprechen! Was die Chips anbetrifft, ich mache seit einiger Zeit mit Vorliebe Rote-Beete-Chips – der Knaller und man darf gern mal mehr zulangen!
    Deine Cracker kann ich mir sehr gut vorstellen, auch mal zu einem kühlen Bier oder einem leckeren Rosé – es soll ja wohl Sommer werden die Tage (vielleicht habe ich nächste Woche in HH Glück…).
    Grüße dich ganz lieb, Sandy

    1. Katharina

      Hmmmmmmm…. Rote-Bete-Chips. Im Ofen gebacken oder in Öl frittiert?
      Spätestens Mitte der Woche soll’s hier schön werden, Du hast sicher gutes Wetter in Hamburg. Wie schade, dass es diesmal nicht klappt mit einem Treffen! Vielleicht zu BLOGST Konferenz?

    2. Sandy

      Frittiert und dann schön abgetropft auf dem Küchenpapier. Mit BLOGST bin ich noch am Überlegen, mal sehen.

  4. Dani

    Ha, die hab ich auch schon gepinnt! Dachte mir schon, dass die bestimmt superlecker sind. Kennst du die reinen Nusscracker von den Green Kitchen Stories? Die hab ich mal probiert und die haben auch absolutes Suchtpotential :)

  5. Die Zuckerschnute

    Gerade ist die letzte Fuhre dieser absolut genialen Cracker im Ofen.
    Ich liebe die Dinger jetzt schon und habe jedes Blech eine andere Variante gewählt. Vielen lieben Dank für das geniale Rezept – das gibts nun öfters bei mir!

    Lieben Gruß von der Zuckerschnute

    1. Katharina

      Genial!!! Die Dinger sind der Burner, um mal eine “Promi-Dame” *räusper* zu zitieren. Erinnert mich daran, dass ich sie viel zu lange nicht mehr in meinem Backofen hatte! :-)

  6. Jan

    Die sehen aber lecker aus! Eigentlich bin ich über Google hier hergekommen, nachdem ich “gesunde Cracker ” gesucht habe und muss ja feststellen, dass du scheinbar auf Zucker verzichtest. Ich probiere das jetzt schon ein paar Tage und muss sagen, mir geht es wirklich super dabei. Die Cracker werden gleich morgen ausprobiert!

    Liebe Grüße, Jan

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