Donnerstag, 24. November 2011

Marinierte Auberginen (über 3 Ecken nach Ottolenghi)

Aus irgendeinem Grund habe ich neulich Auberginen gekauft, ich hatte ganz sicher was damit vor. Nur was? Das entschlüpfte irgendwann meinem Hirn. Nun lagen sie da, wurden nicht unbedingt hübscher im Verlauf ihres Besuchs im Gemüsefach und schauten mich vorwurfsvoll an. Zeit für Bloginator und die Mission, die Ehre der Auberginen zu retten! Schnell wurden die Blogs abgesucht, und siehe da, Nicky Stich hatte was für mich: Marinierte Auberginen nach Ottolenghi, mit Kräutern und etwas Knoblauch. Twilight-Protagonisten müssen aber leider dennoch dankend ablehnen – da sind zwar nur zwei Zehen Knoblauch drin, aber durch das stundenlange Marinieren haben die Jungs ihr Aroma ordentlich an das Gemüse und die Kräutermarinade abgegeben. Unheimlich köstlich! Dumm nur, dass mein liebster Testesser mir erst eröffnet hat, dass er am Tag darauf einen Kundentermin hätte, als alles schon zu spät war. Daraufhin habe ich ihm ein Glas Milch und ein paar Stängel Petersilie verabreicht – ein Bild für die Götter…
Marinierte Auberginen

nach Nicky Stich, Delicious Days

2 große Auberginen
reichlich Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Petersilie
5 EL Zitronensaft
1 rote Chili
2 Knoblauchzehen

:: Ofen auf 200°C vorheizen.
:: Auberginen waschen und an Boden und Stielansatz gerade abschneiden. Dann quer halbieren, so dass beide Teile ungefähr gleich groß sind. Längs in Achtel bzw. Sechstel schneiden. Im Prinzip sollten halbwegs gleichgroße Auberginen-Ecken dabei rauskommen, gelingt nur bedingt – siehe Bild unten.
Mit der dunklen Hautseite nach unten auf das Backblech stellen. Generös mit Olivenöl einpinseln. Auberginen und Olivenöl haben eine Geben-und-Nehmen-Beziehung, in der das Öl immer nur gibt und die Auberginen immer nur nehmen bzw. aufsaugen. Insofern ist es normal, dass man bei den ersten Eckchen kein Öl mehr an der Oberfläche sieht, wenn man die letzten einpinselt. Der Lauf der Dinge.
Mit Meersalz und Pfeffer bestreuen und ca. 20 Minuten backen, bis die Kanten sich bräumen und das Auberginenfleisch weich ist.
:: Während die Eckchen vor sich hinbacken, die Marinade anrühren.
Wohl dem, der eine Küchenmaschine hat, der schmeißt die abgezupften Kräuterblättchen, Zitronensaft, geputze Chili und gepellten Knoblauch einfach dort hinein, gießt 5 EL Olivenöl an und lässt alles zu einer dickflüssigen Marinade zerkleinern. Alles in eine große Marinierschüssel- oder Schale geben.
Allen anderen sei tröstend gesagt, dass Handarbeit den echten Koch auszeichnet, also raus mit dem scharfen großen Messer und dem Schneidebrett: Petersilie und Koriander fein hacken und in einer  großen Schale mit Zitronensaft und den 5 EL Öl mischen. Chili putzen, Knoblauch pellen und beides fein hacken, dann zur Marinade geben und unterrühren.
:: Auberginen aus dem Ofen nehmen und in die Marinade legen, vorsichtig mischen. Mindestens zwei Stunden durchziehen lassen und dann bei Zimmertemperatur mit frischem Brot (ich sag nur: Sauce auftunken!) servieren.

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Donnerstag, 24. November 2011

2 Gedanken zu „Marinierte Auberginen (über 3 Ecken nach Ottolenghi)

  1. Pummelfee

    OH perfekt! ich habe auch noch 1,5 Auberginen die ich mitgenommen hatte weil sie im Angebot waren 😉 und mir fiel nix dazu ein! (ausser was indisches, hab aber keine Lust auf aufwendig kochen) Danke schön..;) du hast meine Auberginen vor dem vergammeln gerettet!

  2. Katharina

    Ich fühle mich gleich wie ein Lebensretter für Auberginen. :-)) Aber ich fand auch, dass es die perfekte Verwendung für angeschlagene Auberginen war. Normalerweise mache ich einen griechischen Dip, aber danach war mir diesmal nicht.

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