Donnerstag, 29. September 2011

Misosuppe, eine Art

Misosuppe ist mein „must have“ bei jedem Besuch eines japanischen Restaurants.
Zuhause allerdings habe ich noch keine großen Versuche gestartet, irgendwie schien mir das ganze immer super-kompliziert zu sein, das Miso-Rezept im Japan-Heft der  „Lust auf Genuss“ vom März/April verlangte unter anderem Bonitoflocken oder zumindest Dashi. Und so gern ich auch neue Lebensmittel einkaufe, so wenig mag ich es, wenn sie dann nach einmaliger (womöglich erfolgloser) Nutzung im Küchenschrank vor sich hinvegetieren.
Neulich sah ich dann auf dem Blog Green Kitchen Stories aber eine Misosuppe mit Nudeln, die eigentlich ganz machbar aussah, da alle „exotischen“ Dinge dafür durchaus in meinem Küchenrepertoire vorhanden waren: Misopaste und Soba-Nudeln. Wenn’s weiter nichts ist, dachte ich mir, versuch ich das mal! Und tatsächlich war’s nicht kompliziert. Es ist ganz sicher keine klassische japanische Misosuppe, aber für die alltägliche Küche durchaus eine gute und wärmende Alternative zum Gemüseeintopf.
Sie sieht im echten Leben auch ein bisschen attraktiver aus als auf dem Foto, ich schwör! Ich habe mein Bestes getan, aber wie wahrscheinlich allen Bloggern ohne professionelle Fotoausrüstung und Lichtzelt fällt mir die Umstellung vom langen Tageslicht auf die nun wieder früh einbrechende Dunkelheit sehr schwer. Ich habe allerdings kürzlich die Seite der Lighing Academy gefunden und werde mich mal durch die Tipps lesen. Ich befürchte aber, wenn ich nun auch noch mit Papier und Stehlampen rumhample, halten mich meine Nachbarn für komplett bescheuert.
Nun ja. Alles für’s Projekt!
Misosuppe, eine Art

nach der Version von Green Kitchen Stories – und mir. 🙂

1/2 Chilischote
1 Stückchen Ingwer, ca. 3 cm
2 Knoblauchzehen
1 Stängel Zitronengras
4 kleine Karotten
1/2 oder 1 kleine, schlanke Stange Lauch
6 Pilze: braune Champignons oder Shiitake
1 Fenchelknolle
150g grüne Bohnen
3-4 EL Misopaste
1 EL Sojasauce
100g Sobanudeln
1/2 Bund Koriander
2 TL Sesam

:: Schnippelarbeit, die erste: Chili, Ingwer und Koblauch waschen bzw. schälen, von allem Ungewollten befreien und fein hacken. Zitronengras der Länge nach halbieren und mit dem Messer anquetschen. Alles zur Seite stellen.
:: Schnippelarbeit, die zweite: Karotten, Lauch, Pilze, Fenchel und Bohnen säubern. Mohrrüben mithilfe des Sparschälers in schmale Streifen hobeln. Lauch in ca. 6cm lange Stücke teilen und diese dann mit dem Messer in feine Streifen schneiden. Pilze vierteln, Fenchel ebenfalls in Streifen schneiden. 
:: In einem großen Topf 1,5l Wasser zum Kochen bringen. Misopaste in einer Schüssel mit etwas heißem Wasser auflösen und dann in den Topf geben. Sojasauce, Chili, Ingwer, Knoblauch und Zitronengras  hineinwerfen, den Topf vom Feuer nehmen und alles eine Weile ziehen lassen – in der Zeit habe ich die Bohnen gekocht: Da sie eine etwas längere Kochzeit als das restliche Gemüse haben, habe ich sie für ca. 8 Minuten separat in etwas Salzwasser vorgekocht – bei Green Kitchen Stories kommen sie direkt in die Misosuppe. Geschmackssache! 
:: Einen zweiten Topf (oder eben den, in dem sich gerade noch die Bohnen befanden) mit Wasser aufsetzen und darin die Soba-Nudeln nach Packungsanleitung kochen, meistens ca. 5 Minuten.
:: Währenddessen alles übrige Gemüse ins Miso-Wasser geben und für ein paar Minuten erhitzen, aber nicht kochen. Da das Gemüse sehr fein geschnitten ist, braucht es nur maximal 5 Minuten, um bissfest gegart zu sein.
:: Nudeln abgießen, zur Suppe geben und diese dann auf Schälchen verteilen, mit Koriander und Sesam bestreuen und servieren.

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Donnerstag, 29. September 2011