Dienstag, 7. Februar 2012

Möhrenquiche

Manchmal geht alles schief…. Aber (Spoiler!)  am Ende wird alles wieder gut.
Nachdem ich mental die vorhandenen Lebensmittel durchgegangen war und mich für eine Quiche mit Möhren, Ziegenkäse und Filoteig entschieden hatte, stand mir ein Bild vor Augen, wie die Quiche auszusehen hätte: Mit gehobelten Möhrenscheiben, die quer auf dem Guss lagen. Irgendwo hatte ich es gesehen und bekam dieses Bild nun nicht mehr aus dem Kopf. Ich suchte alle Blogs ab, alle Homepages der einschlägigen Zeitschriften, doch nirgends sprang mich das Bild von dieser Quiche an. Grummelig und an mir zweifelnd machte ich mich auf den Heimweg, und da – völlig aus dem Blauen, machte es klick! und ich rief meinem Lenkrad entgegen: “MARTHA! Martha Stewart!” Dumm nur, dass das zum Bild gehörige Rezept dann gar nichts am Hut hatte mit Möhren, sondern “dried peaches” verlangte. Ganz mies angetäuscht! Püüh, dachte ich, mach ich halt trotzdem Möhren, so! Gesagt, gean, doch sofort kam der nächste Showstopper: Der Filoteig hatte Besuch bekommen von grünen Flecken und lachte mich hämisch aus. Buuuuh!
Und nun?! Die Möhren waren geschält und liebevoll in Streifen gehobelt, die Sauce war angerührt, und draußen war es viel zu kalt zum einkaufen gehen. Bockig war ich sowieso. Aber dann habe ich die Entdeckung des Jahrhunderts gemacht: Mürbeteig, der nicht nur relativ simpel zu kneten geht, sondern der auch noch so wahnsinnig gut schmeckt, dass ich die Kruste allein hätte essen mögen! Gefunden bei Nicole Stich, in ihrem ersten Buch “delicious days”.
Wahrlich etwas aus der Kategorie “Ende gut, alles gut”. Und das, obwohl aus Möhrenstreifen am Ende auch noch Möhrenkringel wurden.

Möhrenquiche

125g kalte  Butter
125g Quark
1/2 TL Salz
200g Mehl
3 große Möhren (wirklich große)
250g Schmand oder Crème fraîche
100g Ziegenfrischkäse
2 Eier
5-6 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer

:: Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit Quark, Salz und Mehl verkneten – am einfachsten zunächst mit dem Mixer, und dann kurz per Hand. Für 30 Minuten kühl stellen.
:: Möhren schälen und mit dem Sparschäler in lange Streifen hobeln.
:: Schmand, Ziegenfrischkäse und Eier glatt rühren. Von 3 Thymianzweigen die Blättchen abzupfen und unter den Guss rühren. Salzen und pfeffern.
:: Ofen auf 180°C vorheizen und eine Auflaufform ausbuttern.
:: Den Teig ausrollen und die Form damit auskleiden. Den Schmandguss darauf verteilen. Für die Möhrenkringel einen Streifen aufrollen, mit einem zweiten umwickeln, so dass schön dicke Kringel entstehen. Dicht an dicht auf und in den Schmandguss setzen. Die restlichen Thymianzweige darauf verteilen.
:: Ca. 45 Minuten backen, bis der Guss fest ist. Vor dem Anschneiden eine Weile ruhen lassen.

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Dienstag, 7. Februar 2012

6 Gedanken zu „Möhrenquiche

  1. Schokozwerg

    Wie gut, dass ich heute ein paar Möhren mehr als geplant eingekauft habe. Eine innere Stimme sagte mir, ich würde da so ein Bild mit Möhrenlocken finden … :-)

  2. Stephi

    Das sieht oberlecker aus und liest sich köstlich.
    Ich hätte auch noch einige Möhren da, aber ob die groß genug sind.. sollte ich mal prüfen ;)

    LG, Stephi

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