Samstag, 19. Februar 2011

Ofenkürbis mit Parmesan-Sahne-Sauce

Als Kind habe ich Kürbis gehasst. Wahrscheinlich lag es daran, dass in den 80ern Kürbisse aus dem Garten bei uns immer nur eingelegt wurden, süß-säuerlich, mit Zimtstange und irgendwie zu viel Essig. Als Kind fand ich es wiiiiderlich: Es war nicht richtig kompottsüß und auch nicht gurkensauer, nicht Nachtisch und nicht Wurstbrot-tauglich. Ich hab mich verweigert.
Mitte der 90er erwachte die Experimentierfreudigkeit, nicht nur bei uns daheim, sondern auch in den Bistros und Cafés: allüberall gab es Kürbissuppe (oder ihre gruselige Steigerungsform „Süppchen“!) auf den Karten. Ganz wagemutige hatten sogar Curry drin. Whoa. Abenteuer!

Mit den eingelegten Kürbisstückchen hab ich mich ausgesöhnt, ich habe ihren Platz in der kulinarischen Welt anerkannt. Kürbissuppe ist nach wie vor nicht mein Liebstes, die gibt es bei mir meistens im Herbst ein oder zweimal, aber auch dann nur richtig scharf gewürzt und nie nie nieee mit Hühnerbrühe aus dem Glas aufgegossen oder womöglich noch Orangensaft!

Zum Glück habe ich so viele tolle Gerichte mit Kürbis entdeckt, gegessen und gekocht, dass die runden oder gebogenen Dinger mittlerweile einen festen Bestandteil in meinem persönlichen Kochbuch haben.
Dabei habe ich eine ganz eindeutige Lieblinbgssorte: Butternut, den ich Hokkaido um Längen vorziehe. Butternut schmeckt einfach aromatischer, hat besser zu verarbeitendes Fleisch und eine tolle orange Farbe, was sein blasses Äußeres gar nicht vermuten ließe. Und er hat nicht so viele Kerne, was ihm Pluspunkte beim Thema „Aufwandsminimierung“ einbringt.

Wie die meisten Kürbissorten ist auch der Butternut sehr lagerfähig, der Butternut, den ich für die Kürbisspalten aus dem Ofen verwendet habe, lag bestimmt schon seit 3 Monaten trocken und luftig bei mir und wartete auf seinen Einsatz.

Das Rezept ist sicherlich nichts für alle, die fettarm essen wollen. Aber wollen wir das? Nööö….

(Und habe ich hier überhaupt schon jemals ein kalorienarmes Rezept eingestellt?!)

Ofenkürbis mit Parmesan-Sahne-Sauce

1 Kürbis, ca. 1kg (Hokkaido oder Butternut)
50g Parmesan
200ml Sahne
1/2 Bund Thymian
Salz, Pfeffer
nach Geschmack Sardellenfilets
250g Cocktailtomaten

Ofen auf 200°C vorheizen.
Kürbis waschen und schälen, dann in ca 3 cm breite Scheiben schneiden und diese noch mal zerkleinern, so dass sie bequemes „Gabel-Food“ sind.
Auf einem Backblech verteilen.
Parmesan rein reiben, mit der Sahne vermischen, die Mischung kräftig pfeffern und etwas zurückhaltender salzen, Thymianblätter abstreifen (bei getrocknetem Thymian) oder hacken (bei frischem) und in die Sahne-Mischung rühren. Alles über den Kürbisstreifen verteilen.
Die Sardellen waren eher experimentell bei mir, daher habe ich sie testhalber nur auf eine Seite gelegt. Hat aber wirklich gut geschmeckt! (Wenn man Sardellen mag.)
In den Ofen schieben und 15 Minuten backen.
Die Cocktailtomaten waschen, mit einer Gabel leicht anpieken und dann auf dem Kürbis verteilen. Weitere 15 Minuten backen.
Bei uns gab es im Zeichen des neuen Vegetarismus ;-)) einen grünen Salat dazu, aber die Kürbisspalten aus dem Ofen passen auch super zu kurzgebratenem Fleisch.

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Samstag, 19. Februar 2011

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