Mein Weg durch den Kosmetik-Dschungel.
Oder: Der Versuch, vom Werbeopfer zum Selbstbestimmer zu werden.
Update vom 11.06.2012
To soap or not to soap: Haare waschen mit Aleppo-Seife.
Alle zwei Tage Haarewaschen statt der täglichen Shampooniererei hat in den letzten Wochen recht gut funktioniert und mir jeden zweiten Tag ein paar Extra-Minuten kostbaren Schlaf geschenkt. Man sollte also meinen, ich könnte mich zufrieden geben mit dem bisher Erreichten, statt nach höher, schneller, weiter zu streben.
Doch zufrieden geben ist schwierig in Zeiten des Web 2.0, wenn die Lösungen all Deiner (Haut-)Probleme nur einen Link entfernt ist, wenn der nächste Blog oder das nächste Forum die Knüller-Idee oder das Zauberprodukt enthält. In der Regel ist das großartig, denn so müssen wir uns nicht auf die scheinheiligen Versprechen der Werbung verlassen, mit wenigen Klicks finden wir auch die Bewertung durch andere User, meistens sogar ehrliche, nicht gesponserte Meinungen. Doch, ich finde das wirklich toll. Leider enthebt einen das nicht davon, seine eigenen Erfahrungen machen zu müssen, denn ebenso wenig wie die Mascara, die meiner Freundin HAMMERwimpern beschert, das gleiche auch bei mir fabrizieren muss, ebenso wenig ist es garantiert, dass mich die Creme, auf die meine Kollegin schwört, glücklich und zufrieden macht.
Also frisch ans Werk und getestet. Nachdem das Badregal konsequent aussortiert, der Gebrauch von Duschgel minimiert und Gesichtscreme durch Arganöl ersetzt wurde, sollte es nun dem Shampoo an den Kragen gehen. Die Wunderwaffe hieß Aleppo-Seife. Rein natürliche Bestandteile, eine tradionelle Reinigung für Haut und Haar mit jahrtausendelanger Geschichte. Dass ich den "seifigen" Geruch nach Lorbeer und Olivenöl sehr gern mag, war ein zusätzliches Plus. Love of a lifetime?
Leider nicht. Die Seife schäumte zunächst schön auf und ließ sich gut in den Haaren verteilen, aber schon beim Ausspülen kamen mir Zweifel, sie fühlten sich irgendwie.... glitschig an. Sie ließen sich sehr einfach kämmen, aber beim Fönen kam das böse Erwachen: zum einen dauerte das Föhnen viel länger als sonst, zum anderen sahen sie danach aus, als hätte ich eine Flasche Öl über meinen Kopf gegossen und hingebungsvoll verteilt. Von Reinigung keine (sichtbare) Spur, wenigstens waren sie sehr griffig und ein improvisierter Knoten am Oberkopf ließ sich gut bewerkstelligen. Die Gebrauchsanweisung, die ich selbstredend ignoriert und dann doch aus dem Papierkorb fischte, sprach davon, dass sich die Haare in der ersten Zeit umstellen müssten und etwas strähnig werden könnten. "Etwas" war eine leicht Untertreibung, doch ich wollte es unbedingt, und so lautete mein Mantra Augen zu und durch, für ganze 5 Haarwäschen. Danach hatte ich zumindest den Dreh mit dem Hochstecken perfektioniert. Denn leider blieb trotz gründlichen Ausspülens und einer ausgiebigen Spülung mit saurer Rinse aus Apfelessig und Wasser das Ergebnis das gleiche: Strähnig, ölig, unansehnlich.
Vielleicht liegt es an meinen Haaren, vielleicht sind sehr feine, weiche Haare nicht für Alepposeife geeignet. Doch die Foren und Blogs erzählen andere Geschichten, deshalb bleibt ein Hoffnungsschimmer. Allerdings fühle ich mich unwohl, wenn ich morgens ins Büro gehe und Tag für Tag mit scheinbar unsauberen, strähnigen Haaren erscheine. Meine Shampoo-Wäsche heute morgen war die reinste Erlösung.
Benutzt Ihr Seife zum Haarewaschen? Besteht Hoffnung? Ist die Lage ernst, aber nicht aussichtslos?
Update vom 07.05.2012
No News is... no news.
Hui. Es ist doch tatsächlich 6 Wochen her, dass ich ein Update gepostet habe. Aber wie heißt es - no news is good news. Wobei in meinem Falle no news einfach nur no news sind. Nichts Neues.
Nur, das stimmt so nicht ganz. Ich versuche gerade etwas Neues, und ich habe ein Buch gelesen, von dem ich mir einiges versprochen habe.
Das Neue ist Arganöl. So oft hatte ich schon darüber gelesen, es dann aber doch nie gekauft, ich wusste ehrlich gesagt auch nicht wirklich, wo. Vor ein paar Wochen gab ich mir dann einen Schubs, oder sollte ich sagen, einen Klick? und bestellte das Öl via Internet. Es kam, ich öffnete voll Spannung - und schreckte erst einmal zurück. Es..... riecht. Es riecht ziemlich stark. Und ziemlich unangenehm. Das sollte also die Wunderwaffe sein gegen alle Zipperlein der Haut? Zweifel. Ich dachte an das Arganöl, das meine Friseurin mir und vor allem dem Mann immer aufzuschwatzen versuchte - das roch durchaus angenehm, aber dann erinnerte ich mich, dass das Friseurprodukt von Kérastase war. Kurzer Suchmaschinencheck: Cyclopentasiloxane und Dimethiconol ganz vorn dabei. Zwei Silikone also, ein Lösungsmittel und ein Weichmacher. Und wollen wir wetten, dass von Arganöl nur eine Spur enthalten ist? Ach ja, Parfum war auch darin enthalten, daher der schöne Duft. Das gehypte Moroccanoil ist wohl nicht viel besser...
Also pures Arganöl.
Der, ähem, Geruch verfliegt zum Glück nach kurzer Zeit, und danach ist das Öl absolut angenehm zu tragen. Ich habe noch keine gesicherten Erkenntnisse, ob es etwas hilft, aber eine Unterversorgung der Haut kann ich nicht beklagen. Das Öl hat mich zumindest schon mal ohne Austrocknungszustände über ein paar Messe-Tage in Hallen mit trocknener Luft gebracht, und das ist mehr, als ich bisher von jeder normalen Hautcreme sagen kann. Und ich gehe seit Jahren tagelang auf Messen. Ich teste weiter, auch beruhigt dadurch, dass eine kurze Recherche ergab, dass mein Öl keineswegs schlecht oder ranzig ist (auch wenn es so riecht), offensichtlich ist das normal, andere berichteten auch von olfaktorischen Nebenwirkungen.
Die Erinnerung an das Arganöl wurde unter anderem auch durch dieses Buch aufgefrischt: "No More Dirty Looks" von Siobhan O'Connor und Alexandra Spunt. Durch Zufall fand ich den Blog der beiden, und da ich mich gerade auf einer dermatologischen Talfahrt befand, fühlte ich mich sofort angesprochen und bestellte flugs das Buch. Nun. Ich hatte mir einiges versprochen. Nicht alle Erwartungen wurden enttäuscht, aber längst auch nicht alle erfüllt. Das Plus: Bösewichte werden beim Namen genannt, Phthalate kriegen ebenso Schelte wie PEGs. Das Minus: Ich bin 32, nicht 12. Auch auf Englisch kann man mit mir reden wie mit einer erwachsenen Person, nicht wie mit einem Teenager. Darüber liest man als Nicht-Muttersprachler hinweg, nicht aber darüber, dass das Buch, genau wie der Blog, eigentlich eine einzige große Werbetafel ist, für all die "products we love". Das ist schön und gut, sicherlich ist es hilfreich, Produkte zu empfehlen, die hautfreundlich und "clean" sind, aber eins kann ich Euch sagen - den Geldbeutel cleanen die Sachen auch. Sehr sogar. Ich verstehe schon, dass (ähnlich wie Bio-Lebensmittel) gute Kosmetik nicht für fuffzich Cent zu haben ist, aber ein Gesichtstonic für 50 Euro? Shampoo für 38?
Von dem, was am Anfang des Buches noch sehr authentisch und sympathisch rüberkam, war am Ende nicht mehr viel übrig, die Attacke auf konventionelle Kosmetikprodukte und das (schmunzelnde) Verständnis der Autorinnen für das Gefühl, das Badregal jetzt radikal räumen zu müssen und jede Flasche zu inspizieren, wich irgendwann der Reklame für vielleicht wirklich gute, aber nicht minder teure Cremes und Öle. Die Tips zum Thema DIY-Kosmetik, die eigentlich der Anlass für den Kauf des Buches waren, sind mit der Verwendung von Natron und Honig auch schon erschöpft. Darauf hätte ich auch selbst kommen können.
Das Buch enthält am Ende eine Liste der gängigsten No-Go-Inhaltsstoffe, von denen ich eine Kopie gezogen und in der Handtasche mit mir umher getragen habe. Hahaaa! dachte ich, jetzt rücke ich Euch auf den Leib, ihr miesen INCIs, jetzt wird's spannend! Nun ja, vielleicht ist es der EU und ihren Regularien geschuldet, aber nur ganz wenige der Inhaltsstoffe auf der Liste fanden sich auf einem tatsächlichen Produkt, und ich habe wirklich geschaut.
Insofern.... interessant, aber nicht lebensnotwendig, das Buch.
Und Ihr so? Gibt es neue Erkenntnisse bei Euch? Oder habt Ihr eine wirklich gute Literaturempfehlung?
Ältere Posts findet Ihr übrigens HIER.
Und Ihr so? Gibt es neue Erkenntnisse bei Euch? Oder habt Ihr eine wirklich gute Literaturempfehlung?
Ältere Posts findet Ihr übrigens HIER.
ach, meine liebe, ich verstehe dich so gut.
AntwortenLöschenich suche auch DAS produkt oder DIE vorgehensweise, meine haut in den griff zu bekommen. nicht nur meine haut ist verwirrt, ICH bin verwirrt und weiß teilweise weder was gut noch was schlecht ist.
mal fahre ich wochenlang gut mit einer pflege, mal scheint genau die dann plötzlich ganz ganz ganz falsch zu sein. und wenn ich einen tag noch relativ gute haut habe, kann das über nacht plötzlich ganz anders aussehen.
wer blickt da noch durch?
Da blickt wohl niemand durch... Ich habe einige Hautarztbesuche hinter mir, und fast alle zuckten mit den Achseln und murmelten etwas von "das kann soviele Gründe haben." Einer hat mich mehr oder weniger rundweg aus seiner Praxis komplimentiert, Grundtenor: mit meinen Problemchen sollte ich ihn nicht belasten, hier ist ein Cortison, das bitte auftragen, dann wird's wieder. Im Grunde kann man ihnen nicht wirklich einen Vorwurf machen - es gibt wohl tausend und einen möglichen Grund für unreine Haut, aber wenigstens ernstgenommen werden möchte man als Patient!
LöschenSeit einer Weile versuche ich es mit einer professionellen Kosmetikerin, ohne nennenswerten Erfolg, aber die Gesichtsmassagen sind toll. :) Die sagt übrigens, dass die meisten Cremes erst nach Wochen wirklich eine Wirkung zeigen, und solange sie keine sofortigen Hautirritationen hervorrufen, kann es bis zu vier Wochen dauern, bis sich die Haut dran gewöhnt. Nicht, dass mich das sonderlich ermuntert hätte... :)
eben, eben. ich vermute bei mir aber ehrlich gesagt auch, dass gar keine kosmetikunverträglichkeit o. ä. daran schuld ist, sondern hormonelles ungleichgewicht. ich habe zwar mittlerweile eine weitaus problematischere haut als z. b. vor 10 jahren, aber ich habe auch einige experimente mit hormonen (pille... ) hinter mir, musste häufig das präparat wechseln und damit ging der spaß eigentlich erst richtig los.
Löschenaber mittlerweile habe ich so mehr oder weniger akzeptiert, dass meine haut so ist, wie sie ist. was soll ich denn tun? ich kann nicht alle paar wochen die pflege wechseln und unmengen an geld rauswerfen, weil ich immer noch pickel habe. nun habe ich produkte gefunden, mit denen ich es mehr oder weniger im griff habe – und dabei bleibe ich nun. ich bin schon froh, dass sich meine haut nicht länger in fetzen vom gesicht schält. wenn's dich interessiert, kann ich dir ja mal erzählen, welche produkte ich so benutze? im gegenzug würde mich auch dein pflegeprogramm interessieren. :)
Hormone sind bei mir auch nicht unschuldig, das jahrelange Pille-Nehmen war sicherlich kein totaler Vorteil, zumindest haut-technisch. Jetzt bin ich seit einem halben Jahr ohne und dachte mir - hey, das wird ein Spaß, endlich gute Haut! Haha. Wahrscheinlich zeigen mir meine Hautzellen den Stinkefinger und rächen sich für 15 Jahre Pille.
LöschenIch bereite gerade einen Post vor über meine Pflegeprdukte bzw. über mögliche Alternativen. Da findet man ja Sachen im Netz... :) Irre.
Als ich deinen Text gelesen habe, musste ich mehrmals zustimmend nicken. Auch meine Haut benimmt sich zwischendurch so, als wäre ich noch mitten in der Pubertät. Und nicht nur im Gesicht. An manchen Tagen sieht sie blendend aus, an anderen Tagen könnte man mich auf einer Freakshow ausstellen. Dazu kommen meine diversen Allergien und eine Neurodermitis, die sich immer dann blicken lässt, wenn ich sie am wenigsten brauchen kann. Und Cortison als Gegenmittel kommt mir nicht auf meine Haut. Aussitzen heisst die Devise.
AntwortenLöschenMeine Konsequenzen:
Schminken steht nur noch sehr,sehr selten auf dem Tagesplan.
Zum Duschen verwende ich selbst gesiedete Seife, die ich perfekt auf die Bedürfnisse meiner Haut abstimmen kann. Im Winter schön rückfettend, im Sommer pflegend. Meine Haare werden nur gewaschen, wenn sie es nötig haben. Im Sommer öfters, im Winter weniger. Ich verwende zwei Hautcrémes, eine rückfettende im Winter, eine leichte im Sommer. Deo muss sein, müffeln will ich ja nicht. Und damit hat sich die Geschichte.
Ach ja, Zahnpasta verwende ich natürlich auch... ;-)
Puh, wenigstens von Neurodermitis und Allergien bin ich weitestgehend verschont.
LöschenAussitzen ist eim gutes Wort, aber es ist HART. Verdammt hart. Als ich das erste Mal einen Schub Periorale Dermatitis hatte, habe ich mich 2 Tage krank gemeldet und bin nicht vor die Tür gegangen. Mittlerweile hat sich wenigstens das beruhigt und ich bin auch ein paar Jahre älter und gelassener geworden - mir doch wurscht, wenn mich die Leute angucken. (Sag ich mir jedenfalls.)
Du siedest Seife selbst? Das ist ja toll! *bewunderung*
Und Haare.... ohhhh, Haaaare sind auch so ein Thema. Ich glaube die Sache mit der "alternativen" Haarwäsche (Soda, oder gar nicht) muss ich in den Urlaub verschieben. Der erste Versuch war, sagen wir, schwierig. :)
hey Katharina, finde deinen Versuch echt super. nachdem ich deine Posts dazu gelesen hatte, habe ich selber mal drüber nachgedacht was ich mir eig. jeden Tag so ins Gesicht schmiere. Man kommt tatsächlich auf mehr als man im ersten Moment denken würde.
AntwortenLöschenMir geht es momentan genauso: ich habe nach über 10 Jahren die Pille abgesetzt, weil ich dachte, dass meine "Stimmungstiefs" dann besser werden. Wurden sie auch, Meine Haut allerdings, ich sehe aus wie mitten in der Pubertät. Das was alle mit 14/15/16 haben, habe ich jetzt. Das ist sooo schrecklich. Dann habe ich also die Pille drei Monate nicht genommen. Dann habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe den NuvaRing probiert, die Haut wurde etwas besser aber immer noch von einen auf den anderen Tag anders. Jetzt nehme ich seit knapp vier Wochen wieder die Pille weil ich dachte: dann wird endlich alles wieder gut. Haha. Ich sehe immer noch wie ein Gruselkabinett aus und jetzt habe ich nicht nur übelst Pickel im Gesicht sondern auch noch Narben, weil ich nämlich meine Finger nicht von den Scheißdingern lassen kann und die immer total ausgequetscht habe, in der Hoffnung, dass es dann schneller "abheilt". Ach ja, in der Zwischenzeit (ich habe ja nicht schon genug Probleme) hat mir der Arzt dann eine Duftstoffallergie attestiert. toll, alle Produkte die ich zuhause habe, konnte ich von einen auf den anderen Tag nicht mehr nehmen, weil überall Duftstoffe und Parfüme drin sind (und ich plötzlich eine Erklärung für die seltsamen, nicht abheilenden Stellen an meinem Körper habe). Also komplette Pflege umgestellt. Das kostet natürlich - aber die Apotheke (deren bester Kunde ich mittlerweile bin) gewährt einem leider keine wirklichen Preisnachlässe.
So mit dem Gejammer will ich eins ausdrücken: HILFE.
Was mich interessieren würde, nimmst du das Arganöl als Tagespflege? Ich "creme" damit meinen Körper ein, habe mir auch eins gekauft, (250 ml = 20 €) das ist aus dem Ölregal vom EDEKA. Hast du ein besonderes für die Körperpflege oder auch ein "Salatöl"?? Grüßle Tanja
Hallo Tanja,
Löschenoh je, das klingt ja nach einem ziemlichen Auf und Ab mit Dir und der Pille... Ich habe den Nuva-Ring gut vertragen, aber insgesamt war die Pille nicht zwingend das Beste für meinen Körper. Hinterher ist man immer schlauer!
Joa, und das mit dem "Herumknibbeln" im Gesicht und dem Ausdrücken, das kenne ich auch. Eine Weile hatte ich ein großes gelbes Post-it am Bildschirm des Büro-Computers kleben, auf dem die Buchstaben "HAG" standen - als Erinnerung an mich selbst, die "Hände ausm Gesicht" zu nehmen. Hat tatsächlich recht gut funktioniert. Meine Kosmetikerin hat mir irgendwann erklärt, dass ich mit dem Ausdrücken eigentlich alles schlimmer mache, wie hoch die Gefahr sei, dass sich die Wunden entzündeten. Ich versuche mich wirklich daran zu halten, sie hat ja Recht!
So, und jetzt kommt's. Meine Haut ist seit etwa 3 Wochen toll. Nicht babyhautzart-toll oder werbeplakat-toll, aber für meine Verhältnisse wirklich super. Was habe ich gemacht? Gezaubert. :-) Nein, Schmarrn. Vielleicht ist es ein Mix aus dem Arganöl, der Anwendung bei meiner Kosmetikerin und einer Veränderung bei meiner Ernährung, aber ich glaube (und es passt auch zeitlich), dass es vor allem daran liegt, dass ich seit einiger Zeit den Zucker aus meinem Speiseplan verbannt habe. Kein Haushaltszucker, keinen Honig, nur sehr wenig Obst oder "süßes" Gemüse wie zB. Tomaten oder Karotten. Angefangen habe ich das Ganze, weil ich es einfach mal ausprobieren wollte, die problemfreie Haut ist eher ein Nebenprodukt, aber so ein tolles! Ich habe hier auf dem Blog noch nicht weiter darüber gesprochen, da ich noch nicht sicher war, wie sehr ich mich auf das "Experiment" einlassen würde, ich denke, dass ich das in der nächsten Woche einmal thematisieren werde. Wenn's Dich auch schon vorher interessiert, schreib mir doch eine Mail, dann kann ich Dir den ein oder anderen Lesetipp geben.
Gestern habe ich "über die Stränge geschlagen", wir waren eingeladen und es gab Eis, Kuchen, Erdbeer-Prosecco, worauf ich wirklich Lust hatte. End vom Lied? Heute wächst der Pickel auf dem Kinn. Zufall? Ich glaube nicht. Aber mit nur einem Pickel kann ich leben... :-)
Mein Arganöl ist auch ganz normales Speiseöl, natives, ungeröstetes. Ich habe es hier bestellt: http://www.oelmuehle-solling.de, 100ml kosten ca. 9 EUR. Ich benutze es nur für's Gesicht, morgens und abends, da braucht es wirklich sehr sehr wenig. Selbst wenn der Preis für die 100ml hoch scheint - ich habe die Flasche jetzt zu etwa einem Fünftel geleert, in der gleichen Zeit, also seit ca. 8 Wochen, hätte ich ansonsten etwa 60 EUR für Creme bei meiner Kosmetikerin ausgegeben. Kein Vergleich, oder? Ich kann daher das mit den Apothekenpreisen echt verstehen, mir ist die Pflege meiner Haut einiges wert, aber mein Budget hat definitiv irgendwo Grenzen. Mal davon abgesehen, dass alle teure Pflege nicht viel gebracht hat...
Es ist ein endloses Thema - leider! Ich hätte mir auch gewünscht, die Puderbtätspickel mit der Schulzeit hinter mir gelassen zu haben.
Wenn Dich die Zuckerfrei-Sache interessiert, schreib mir doch wie gesagt eine Mail an katharina_kocht@hotmail.com.
Liebe Grüße
Katharina
Was hälst du von den Produkten von Physiogel, die es in der Apotheke gibt? Ich kenn mich mit den Inhaltsstoffen ja nicht so gut aus, aber seit ich die Creme und das Shampoo verwende habe ich meine irritierte Haut ganz gut im Griff. Das Shampoo benutze ich sogar zum Reinigen und Abschminken des Gesichts. Klappt wunderbar. Grüßle Simone
AntwortenLöschenHallo Simone,
Löschendazu kann ich leider nichts sagen, die Produkte habe ich noch nie getestet... Super, wenn es Dir hilft!!! Ich bin momentan ganz happy mit dem Arganöl und dank einer Ernährungsumstellung (Verzicht auf Zucker) habe ich die Sache gerade gut im Griff, yeah! :) Aber das mit dem Abschminken klingt gut, mein Drogeriemarkt des Vertrauens hat nämlich das Augen-Abschmink-Öl von Sante aus dem Programm genommen, menno!
Liebe Grüße
Katharina
Hey Katharina,
AntwortenLöschenErnährungsumstellung kommt für mich leider nicht in Frage. Ich bin dazu einfach nicht motiviert genug. Esse jeden Tag Süßigkeiten und könnte mir - zumindest jetzt- nicht vorstellen darauf auch nur einen Tag zu verzichten. Ich backe sehr viel und esse mindestens genausoviel davon ;) Ich habe meine Mom immer angemeckert wenn sie zu mir gesagt hat: lass die Süßigkeiten weg. Und das sagt sie jedes Mal wenn sie mich und mein Gesicht sieht :( Aber Danke für den Tipp, vielleicht kann ich mich eines Tages dazu durchringen. Wobei es momentan geht, alles heilt gerade ab und es wird langsam, hoffe es bleibt so. Werde das auch mal testen mit dem Arganöl als Tagespflege. Dankeschön für diesen Tipp zumindest, habe ich bisher nicht gemacht aus Angst, ein öliges/ fettiges Gesichtsbild zu haben danach. LG Tanja
Hallo Katharina!
AntwortenLöschenIch benutze die Kokoshaarseife von Lush ganz gerne, die schäumt super und hinterlässt nur sauberes Haar. Kokosduft inklusive. Was das Gesicht betrifft, nehme ich ganz gerne, vorallem im Winter, das Dr. Hauschka Gesichtsöl. Die Reinigunscreme nehme ich auch sehr gerne, allerdings vermisse ich nach einiger Zeit einfach zu sehr die Reinigung mit Schaum, werde schwach und greife zur normalen Reinigung...
LG, Jenny
Hallo Katharina,
AntwortenLöschenich verfolge deinen Blog schon seit einigen Monaten mit großer Begeisterung. Regelmäßig wird fleißig nachgekocht (das Gewürzbrot war übrigens der Hammer!) und die bildbegleitenden Texte sind einfach immer toll geschrieben und unterhaltsam. Denkanstöße inklusive. Im Moment denke ich ernsthaft darüber nach, meinen Zuckerkonsum ebenfalls zu überdenken und dann einzuschränken. Deine Beiträge zur Zuckerfreiheit sind immer so motivierend!!
Aber hier geht es ja eigentlich um Kosmetik....Dein letzter Beitrag ist schon eine Weile her, deshalb bin ich nicht sicher ob die Probleme mit deiner Haut noch aktuell bzw akut sind (??!). Ich finde es heutzutage furchtbar schwierig, zu entscheiden, wann es sich wirklich um ein Naturprodukt handelt und wann man von der Kosmetik-Industrie hinters Licht geführt wird. Gerade jetzt, wo irgendwie jeder Hersteller auf dem "100 % natürlichen Ursprungs" und "Natürliche Inhaltsstoffe"- Trip ist, deshalb lege ich mittlerweile nicht nur bei Lebensmitteln wert auf ökologische und nachhaltige Erzeugung, sondern auch bei der Kosmetik. Da vertraue ich auch nur noch zertifizierter Naturkosmetik aus dem Bio-Supermarkt oder aus dem Internet. Seit einiger Zeit benutze ich als Gesichtspflege eine ganz gute Marke, I+M Naturkosmetik aus Berlin. Die ist nicht nur vegan, sondern auch mit dem BDIH-Siegel ausgezeichnet. Ich benutze die Hydro-Performance Serie für trockene Haut, weil ich des Öfteren mit kleinen, trockenen Ekzemen zu kämpfen habe. Besonders gut gefällt mir der sehr dezente Duft. Von I+M gibt es außerdem noch eine Sensitiv- Serie namens "Freistil", speziell für allergische oder sensible Haut. Und das Beste an dieser Marke? Der Preis. Kostet kein Vermögen, sondern ist bezahlbar. Ein bisschen teurer aber ebenso gut ist die Kosmetik von Primavera (steht sogar auf der Positiv-Liste vom deutschen Tierschutzbund).
Was die Haare angeht: Ich habe sehr dicke, unempfindliche Haare aber meine Kopfhaut ist eine kleine Mimose. Nein, eigentlich eine ganz große- Scheint sich aber mit dem tollen Shampoo von Lavera angefreundet zu haben. Vegan, mit Natrue- Siegel und ganz tollem Duft nach Apfel.
Meine Schminke ist von Dr. Hauschka, da hab ich auch gute Erfahrung mit gemacht. Vor allem die Wimperntusche ist der Knaller meiner Meinung nach :)
Vielleicht gefällt dir ja das ein oder andere Produkt. Es würde mich freuen, wenn ich weiterhelfen konnte. Oder hast du mittlerweile die Geheimwaffe schlechthin bei empfindlicher Haut gefunden? ;)
Ganz liebe Grüße
Laura
Hallo Laura,
Löschenhier schreibt das schlechte Gewissen von Katharina. ;-)
Ja, Du hast völlig Recht, mein letzter Post auf dieser Seite ist mehr als lange her, und jedes Mal, wenn mein Blick auf diesen Tab fällt, sage ich mir, "morgen schreibst Du endlich ein Update!" Ja ja ja. ;-) Wie Du siehst, ist kaum was passiert.
Zumindest nicht auf dem Blog - aber eine Menge in meinem Gesicht. Ich hätte es nie im Leben geglaubt, aber sobald ich Zucker von meinem Speiseplan verbannt hatte, wurde meine Haut mein Freund. Einfach so. Für mich ein kleines Wunder, aber definitv einer der Gründe, warum ich so ein Befürworter von Zuckerfrei bin. Ich werde wahrscheinlich nie eine Baby-Haut bekommen, und auch jetzt kommen immer mal ein oder zwei Pickel daher, aber im Großen und Ganzen ist es das beste Hautbild, das ich hatte, seit ich 12 Jahre alt bin.
Vielen Dank für die Produkt-Tips. i+m kenne ich auch, die Freistil-Creme habe ich ausprobiert, interessanterweise war mir die Feuchtigkeitscreme "zu wenig" und die Intensivcreme "zu viel". Seit einigen Monaten bin ich wieder bei Öl gelandet, und meine Haut ist sehr happy damit. Ich reinige damit abends die Haut, sprühe danach den Toner auf und tupfe dann noch ein bisschen Öl nach. Morgens wasche ich das Gesicht nur mit klarem Wasser unter der Dusche und "creme" dann mit ein paar Tropfen Öl. Witzig, dass Du Primavera nennst, wir scheinen die gleichen Gedanken zu haben. ;-) Vor ein paar Tagen habe ich mir Kameliensamenöl gekauft, ich bin gespannt, wie ich damit klarkomme. Wenn das nicht geht, dann bleib ich einfach bei dem, was ich vor einer Weile aus einer Notsituation heraus "entdeckt" habe: Das Kokosöl aus der Küche ins Bad zu transportieren. Du kennst ja den Spruch "Was ich nicht essen kann, kommt auch nicht auf meine Haut", also dachte ich mir, Kokos wird ja wohl nicht schaden. Meine Haut fand es ganz im Gegenteil sogar recht gut. Und selbst wenn ich eine Dose pro Monat brauchen sollte, wäre das preislich mit ca. 6 EUR pro Glas auch akzeptabel. Aber wie gesagt, ich teste jetzt mal Primavera.
Das Ganze hat nur einen Nachteil: Ich muss die Haare öfter waschen, da das Öl natürlich auch in die Ansätze wandert. Aber gut...
Welche Dr.-Hauschka-Mascara nimmst Du denn, die normale oder die Volumen-Mascara? Und "verrutscht" die auch nicht? Mascara war für mich das allerschwerste bei der Umstellung, an die Diorshow Iconic kam nicht viel ran... derzeit habe ich eine konventionelle Mascara, aber immerhin PEG-frei. Im NK-Bereich habe ich bislang noch keine gefunden, die so ansatzweise daran kam. Wir haben es auch schwer! *seufz* :-)
Viele Grüße
Katharina
Huhu,
Löschenich habe die normale Mascara von Dr. Hauschka, ohne Volumen. Nachteil ist, was dann deine Frage beantwortet, ob da auch nichts verrutscht, dass sie nicht wasserfest ist. Sie löst sich natürlich nicht beim ersten Tropfen Regen in Wohlgefallen auf, aber geht doch sehr leicht wieder ab (Vorteil beim Abschminken). Irgendein Zugeständnis muss man eben machen. Bei der konventionellen Mascara hatte ich abends oft brennende Augen, wenn ich die den ganzen Tag drauf hatte.
Ich bin ja völlig begeistert von deiner Idee, "normales" Speiseöl zu verwenden. Da wär ich ja nie drauf gekommen! Das muss ich mal ausprobieren. Werd beim nächsten Einkauf im Bio-Supermarkt mal schauen ob es eine kleine Flasche Kokos-oder Arganöl zu Testzwecken gibt :-)
Ab morgen möchte ich das auch mal ausprobieren, Zuckerkonsum erst überdenken und dann reduzieren. Eigentlich wollte ich heute schon damit anfangen, aber in der Küche stand noch eine kleine verlorene Pudding-Hefeschnecke. Sowas darf man nicht verkommen lassen! Aber morgen ist ja dann eh Montag und der Beginn einer neuen Woche, da bietet sich das ja noch mehr an.
Also lese ich einfach fleißig weiter deinen Blog und hoffe, dass ich auch stark genug bin :)
Grüße, Laura
Also Katharina, ich freue mich immer mehr, dass ich durch den Twittertreff von Blogst auf dein Blog aufmerksam geworden bin!
AntwortenLöschenIch klicke mich hier grad durch deine Artikel und denke immer wieder: ja, so gehts mir auch!
Ich habe letztes Jahr vor meiner Hochzeit (ist das zu fassen?) periorale Dermatitis bekommen. Zunächst habe ich natürlich alles Mögliche ausprobiert: Aloe Vera, Schwarztee, Teebaumöl, Heilerde, Alverde Produkte, Entschlackungsbäder... dann war die Hochzeit, ich hab ordentlich Make-up darüber gekleistert und seitdem verwende ich für meine Haut überhaupt nichts mehr. Allerdings ist sie so trocken, dass ich manchmal kurz davor bin richtig fett Sheabutter einzumassieren...
Meine Kopfhaut ist auch sehr trocken, deshalb mache ich ab und zu eine Haarmaske aus Kokosöl. Für die Haare habe ich auch schon so einiges durch: Waschen mit Natron, nur mit Wasser, mit Heilerde, mit Lavaerdeshampoo, mit Henna, spülen mit Apfelessig...aber ehrlich gesagt, so richtig toll fühle ich mich mit keiner der Waschvarianten.
Ich werde weitersuchen und dein Blog zur menatlen und praktischen Unterstützung lesen.
Danke für deine tollen Artikel!
LG
talie
wie toll dass ich durch Post aus meiner Küche hier bei dir gelandet bin liebe Katharina, ich kann gar nicht mehr aufhören zu lesen! Oft steh ich mit meiner Haut auf Kriegsfuß... und mein Zuckerkonsum ist, um es mal vorsichtig auszudrücken, hoch wie ein Stapel Pancakes... du hast mir viele Denkanstöße gegeben und ich werd auf jeden Fall noch ein wenig hier weiterlesen :) viele liebe Grüße Julia
AntwortenLöscheneigentlich war ich auf der suche nach apfelrezepten für ein projekt, jetzt bin ich irgendwie bei kosmetik gelandet, seit 13 jahren bin ich bei déesse kosmetik angekommen, schweizer produkte mit einer klasse qualität und 100 % iger zufriedenheitsgarantie, 20 versch. tagescremes, tatsächlich für jeden hauttyp und jedes alter das passende und die produkte sind nicht nur obendrauf, was bei manchen ölen leider der fall ist, sondern pflegen auch die unteren hautschichten, denn falten brauchen wir ja nicht, auch für pickelchen gibts was, sehr zu empfehlen, lg claudia
AntwortenLöschenOh toll, da muss ich mal schauen, ob das was für mich ist. Wobei... eigentlich passt es momentan ganz gut, ich reinige mein Gesicht mit Kokosöl und trage danach eine Creme von i+m Berlin auf. Das mit den Ölen stimmt. Es hat auch eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich das Öl immer auf das feuchte Gesicht auftragen sollte... Naja. You live, you learn. :-)
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