Sonntag, 2. Oktober 2011

Pflaumen-Rotwein-Konfitüre

Äpfel haben hier im Blog jetzt wirklich ordentlich Aufmerksamkeit bekommen. Da wird es doch mal Zeit, sich einem anderen spätsommerlich-frühherbstlichen Obst zuzuwenden: Pflaumen. Oder eigentlich: Zwetschgen, denn die blauen Dingers, die in diese Konfitüre gewandert sind, sind nämlich letzteres. Da die Zwetschge eine Unterart der Gattung Pflaumen, Prunus domestica, ist, geht das aber in Ordnung, oder? *klugscheissmodus OFF*
Und phew, es ist eines der Dinge, an deren Gelingen ich zwischendurch stark gezweifelt habe, am Ende aber doch sehr froh bin, das Projekt nicht abgebrochen zu haben.
Die ersten Zweifel kamen, als Testesser sich erstmal eine (große) Männerhand voll Zwetschgen klaute und gemütlich vor sich hinmampfte. Super – hätte ich mal mehr als 3 Pfund gekauft! Zugegebenermaßen waren sie aber auch wirklich perfekt, süß, aber noch fest.
Dann kam die Wartezeit. Die Mischung muss mindestens 12 Stunden durchziehen, damit der Gelierzucker die Fruchtstückchen auch durchdringen kann. Total toll, wenn der Deckel ein kleines Loch hat und der austretende Duft ganze Fruchtfliegen-Großfamilien anlockt!
Kurz vor dem eigentlichen Marmeladekochen war der Mix aus Fruchtfleisch, Rotwein und Gelierzucker derartig intensiv, dass ich befürchtete, Glühweinkonfitüre zu produzieren. Und das im September! Und das mir, da ich mich doch vor Dezember weigere, irgendwas Adventliches, Weihnachtliches zu produzieren!
Aber nein – alles prima, die Konfitüre ist wunderbar gelungen, schmeckt nicht nach Glühwein und wird bei der nächsten Gelegenheit zur Buchelfüllung werden. Bis dahin darf sie auf’s Sonntagsfrühstücksbrot, im Wechsel mit dem Apfelgelee.
A propos Sonntag – auch heute wird wieder fleißig Sonntagssüßes gesammelt, heute bei Katrin von Lingonsmak. Sehen ihre Nuss-Recht-Ecken nicht umwerfend aus?

Pflaumen-Rotwein-Konfitüre
ergibt ca. 1400ml
braucht mindestens 12h zum Durchziehen – ein schönes Wochenend-Projekt.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich aber durch entsprechende Mengen Apfelpektin und Reissirup ersetzen – einfach der Anweisung auf der Pektin-Packung und für die Süße dem eigenen Geschmack folgen!***

1,5kg Zwetschgen
Saft von 1 Zitrone
150ml trockener Rotwein
500g Gelierzucker 3:1

:: Pflaumen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften in feine Scheiben schneiden und diese zusammen mit Rotwein, Zitronensaft und Gelierzucker in einem großen Topf vermischen. Zudecken und mindestens 12 Stunden ziehen lassen.

:: Gläser und Deckel sterilisieren.

:: Pflaumen zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei zerfallen die Pflaumenscheiben etwas, das soll aber so und ergibt eine schöne „schlotzige“ Konsistenz.

:: Gelierprobe machen und mit Hilfe eines Einfülltrichters die Pflaumenkonfitüre in die sterilisierten Gläser füllen und sofort verschließen.
Durch den Alkohol im Rotwein kann es vorkommen, dass die Konfitüre nicht sofort fest geliert, daher am besten gleich irgendwo hinstellen, wo sie nicht stört und dort abkühlen lassen und zwei Tage nicht bewegen. Also die Gläser, nicht Ihr. 🙂

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Sonntag, 2. Oktober 2011

4 Gedanken zu „Pflaumen-Rotwein-Konfitüre

  1. Verboten gut !

    Oh wie herrlich sie aussieht deine Konfitüre, das der Duft sämtliche Fruchfliegen im Umkreis von 20 km angezogen hatkann Ich verstehen ;o) … wer würde bei dem Duft nicht herbeifliegen ???

    Falls Du noch was über hast … Ich opfere mich, bevor die Fliegen bekomme ;o)hihi

    Lg Kerstin

  2. Lemon

    Das Foto ist super schön. Vor kurzem habe ich auch Pflaumen-Konfitüre gekocht, ich liebe den Geschmack.

  3. = lingonsmak

    also erstmal, danke! für die riegelkomplimente 🙂 und für den „herbst ist der neue sommer“ 🙂 und für dieses köstliche rezept samt sehr amüsanter beschreibung! klingt absolut hmmmmm! dann mal noch feinen genuss!

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