Donnerstag, 5. Juli 2012

Post aus meiner Küche, die zweite: Himbeersenf

Einmal süß, einmal salzig, und alles im Glas, das waren so meine Gedanken, als ich die Very Berry Post aus meiner Küche vorbereitete. “Süß” war durch den Erdbeer-Holunder-Sirup abgedeckt, für salzig fehlte mir zunächst die Inspiration. Ein Streifzug durch eine Filiale des Hamburger Mutterlands und einen Espresso später wusste ich schon einmal, dass ich auf jeden Fall Senf herstellen und verschicken wollte. Und übergeschnappt mutig wie ich bin, wollte ich es auch komplett selbst machen, ohne eine bereits fertige Senf-Basis.

Mut ist auf jeden Fall auch für meine Tauschpartnerin Laura vonnöten gewesen, denn der eigens produzierte Senf ist ordentlich scharf geworden, auch wenn ich den dann verschickten Zweitversuch deutlich abgemildert habe. Der erste Versuch erinnerte ein wenig an eine Mutprobe, mir schossen nach dem ersten Testen prompt die Tränen in die Augen. Inzwischen habe ich gelernt, dass Senf ein paar Tage zum “Reifen” braucht und dann auch milder wird. Laura hat mich ein wenig beruhigt, der Senf sei immer noch schön scharf, aber herrlich fruchtig. Das will man doch hören.

So lange darauf gefreut, so lange geplant, und dann im Nu wieder vorbei – mit “Post aus meiner Küche” verhält es sich so wie mit Hochzeiten oder anderen großen Feiern. Aber schön war es wieder einmal! Und die Erinnerung hält länger durch schöne Fotos – für mehr Ooohs und Aaahs klickt Euch doch einmal durch das Pinterest Board!  Auch das ist wie eine Feier: Man findet die ganze (Foodie-)Familie beisammen.
Ein dicker fruchtsüßer und senfscharfer Kuss geht an Clara, Jeanny und Rike, die “Erfinderinnen” der tollen Aktion. Danke, Mädels!

Himbeersenf

für ein Glas à 200ml
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Honig lässt sich hier aber gut durch Reissirup ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

100g Himbeeren, frisch oder TK
50ml Wasser
4 EL Honig
30g gelbe Senfkörner
1 TL Rohrohrzucker
50ml Himbeeressig


::Himbeeren mit Wasser und  2 EL Honig in einem Topf aufsetzen und solange zugedeckt köcheln, bis die Himbeeren musig sind. Dann offen auf etwa die Hälfte der Flüssigkeit einkochen. Abkühlen lassen.
::Senfkörner zusammen mit dem Rohrohrzucker fein mahlen.
::Senfmehl, Himbeermus, Himbeer-essig und die restlichen 2 EL Honig mischen und alles fein pürieren. Der entstandene Senf ist jetzt ziemlich scharf, also Vorsicht beim Probieren!

::Über Nacht in der Schüssel ziehen lassen, abschmecken und in ein Glas abfüllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Das könnte Dich auch interessieren:

 

Donnerstag, 5. Juli 2012

7 Gedanken zu „Post aus meiner Küche, die zweite: Himbeersenf

  1. Juliane [Schöner Tag noch!]

    DAS muss ich ausprobieren! Hört sich supergut an. Meinen Holunderblüten-Senf liebe ich ja auch heiß und innig, dein Himbeer-Senf könnte ein weiterer Volltreffer sein :)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    1. Katharina

      Oh toll, den Senf muss ich unbedingt für nächstes Jahr vormerken, die Holunderblüten haben in diesem Jahr schon ausgedient. :)

  2. Myriam

    Hallo Katharina,
    ich weiß nicht wie lange Du den Senf hast reifen lassen?
    Das sollte man ca. 5 Wochen, denn ist er zumindest milder als gleich nach der Herstellung.
    Dein Himbeer-Senf sieht jedenfalls toll aus. Beim ersten Mal Senfmachen hat mich erstaunt wie einfach es geht und habe schon etliche Sorten ausprobiert. Ist auch immer ein schönes Geschenk für einen Mann.
    Noch einen schönen Abend
    Myriam

    1. Katharina

      Hallo Myriam, vielen Dank für den Tipp! Mein eigenes Glas Senf, quasi der Erstversuch, wird mittlerweile auch milder, bescheinigt mein Testesser, und der Senf ist jetzt ca. 2 Wochen alt. Das erklärt natürlich einiges! :-) )
      Senf selbstmachen gehört ab sofort auch auf die Liste der Dinge mit dem Stempel “Uuuh! Hätte ich das mal früher gewusst!” ;-)

      Liebe Grüße
      Katharina

Kommentare sind geschlossen.