Donnerstag, 6. Juni 2013

Rhabarber-Kokos-Kuchen

Ha, wenn das mit der Sonne und mir so weiter geht, dann bekomme ich wohl bald mit dem Blog ein Problem. Er könnte nämlich ziemlich eifersüchtig werden und mir zu Recht vorhalten, dass ich schließlich eine ganze Reihe Posts in der Warteschleife habe, alle angefangen, aber keiner zur Druck- bzw. Veröffentlichungsreife gebracht. Statt mich also vor den Computer zu setzen und endlich den ganzen Fotos von Rhabarber- und Spargelgerichten und denen von meinem Besuch bei der großartigen Keramik-Künstlerin Melanie Follmer einen passenden textlichen Rahmen zu geben (wir verschweigen jetzt auch mal die Fotos von unserer Lieblingspasta), verschwinde ich einfach in jeder freien Minute ins Gärtchen, pflanze hier, jäte da, gieße und rede gut zu. Oh, klar – und schiebe Töpfe und Gartenmöbel hin und her. Drei Zentimeter weiter nach rechts könnte der Hortensientopf ja auch noch besser aussehen.

Zur Motivation und als direkte Umsetzung dessen, was ich bei Luisa Weiss’ Workshop auf The Hive gelernt habe, habe ich mir einen Editorial-Kalender gebastelt. Einen analogen sogar, bunt und lebhaft, den ich mir an die Wand hängen washi-tapen kann. (Das ist ein Wort. Seit eben.) Ich habe ihn direkt mit Ideen gefüttert, der Juni ist abgedeckt. Dummerweise bin ich ganz groß im Planen, aber nicht mehr ganz so groß im Umsetzen. Also los, Motivation, komm her zu mir und verweile ein bisschen. Ich habe auch Kuchen für Dich gebacken, einen schön fruchtig-saftigen Rhabarberkuchen, mit Stückchen, die erst in Kokosflocken gewälzt wurden, bevor sie in den Teig sprangen.

 

So ein Rührküchen ist ein direktes Stück vom Glück, da gibt’s nichts. Schnell gerührt, unzickig und unkompliziert, und so unendlich variierbar. Wird besser mit jedem Tag und kann auch mit in den Garten genommen werden, ohne dass man Angst um seine Konsistenz haben muss. Rührkuchen, I ♥ you.
Ein direktes Ergebnis der Gartenarbeit ist übrigens auch, dass der Tisch jetzt im Halbschatten unter dem Kirschbaum steht. Und dass das WLAN bis dahin reicht. Somit kann ich Sonne tanken und bloggen miteinander verbinden. Zumindest ist das der Plan…

Rhabarber-Kokos-Kuchen


250g Rhabarber
200g + 1 EL Mehl
75g + 1 EL Kokosraspeln
2 1/2 TL Backpulver
120g Butter, zimmerwarm
100g Süßungsmittel wie bspw. Sukrin oder Dextrose (Reissirup geht auch)
1 TL Vanilleextrakt
3 Eier (Zimmertemperatur)
4-5 EL Milch (oder Kokosmilch), Menge evtl. reduzieren, wenn Reissirup verwendet wurde.
:: Backofen auf 175°C vorheizen und eine Kastenform ausfetten oder mit Backpapier auslegen.
:: Rhabarber waschen und dann in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Mit jeweils 1 EL Mehl und 1 EL Kokosraspeln mischen.
:: Mehl, Backpulver und Kokosraspeln mischen.
:: Butter, Süßungsmittel und Vanilleextrakt cremig schlagen, dann die Eier einzeln untermixen. Die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch unterrühren – am besten nicht mehr mit dem Mixer, sondern manuell mit dem Rührlöffel. Dann die Rhabarberstücke unterheben und den Teig in die Kastenform geben.
:: Etwa 45 Minuten backen, nach 30 Minuten schon mal den ersten vorsichtigen Check machen und evtl. die Oberfläche abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Je nach Ofenpower noch solange drin lassen, bis der Kuchen den Stäbchentest besteht. Herausnehmen und komplett auskühlen lassen.
:: Idealerweise ruht der Kuchen über Nacht, dann kann er sich entspannen und sein Aroma besser entfalten.

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Donnerstag, 6. Juni 2013

15 Gedanken zu „Rhabarber-Kokos-Kuchen

  1. milchmaedchen

    Ich wage ja mal die kühne Behauptung, dass das mit dem Kokos und dem Rhabarber im Kuchen nicht halb so gut sein kann wie im Marmeladenglas. Allerdings… WENN es halb so gut ist, wäre es ganz schön fantastisch. Was wiederum bedeuten würde, die Rhabarber-Nachkochkliste NOCH weiter zu verlängern. Und das grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit… oh weh!
    Danke trotzdem für den Tipp :) !

    1. Katharina

      Wir machen einfach Nachkochlisten-Swap: Deine Rhabarber-Kokos-Marmelade steht da nämlich auch schon die ganze Zeit rum… :-)

  2. Katrina

    Liebe Katharina,

    was könnte eine Alternative zu Rhabarber für dieses Rezept sein? Nicht, das ich was gegen Rhabarber hätte, kann ihn hier nur nicht kriegen… das alte Lied…

    1. Katharina

      Hmmmm… warum bist Du noch gleich dahin gezogen? Ach ja, das Wetter war besser. :-) ) Ich denke mal, Du wirst das ganze mit so ziemlich jedem anderen Obst auch hinkriegen, mit Himbeer und Kokos ist ja auch immer eine gute Kombi, Äpfel gehen garantiert auch, Birnen, wahrscheinlich auch Trauben und Kirschen.
      Soll ich Dir mal Rhabarbersamen schicken? *kicher*

    2. Katrina

      Hahaha! Du bist ein Scherzkeks! Was gäbe ich für Himbeeren oder Kirschen! Werde es wohl mit nach-nix-schmeckenden Äpfeln probieren müssen oder dann doch mit Mango? Oder Ananas?
      Das Wetter IST allerdings definitiv besser… und die Kokosraspeln könnte ich mit viiiiel Aufwand und Gedulg dann auch ganz bio aus dem eigenen Garten gewinnen.
      Beste Grüsse!!!

    3. Katharina

      Oh! Ooooooh oh oh… So schlimm gleich? Und was ist mit Konserve? Auch nix machbar?
      Aber dafür kannste Kokosnüsse ziehen! Wenn ich das meinem Mann erzähle! Der versucht sich seit Jahren (erfolglos) an der Zitronenzucht… Kokosnüsse wären ein ferner Traum, ein ganz ferner. :-) )

  3. nike

    der sieht so aus, als würde ich ihn mögen.
    das mit den angefangenen posts kommt mir sehr bekannt vor, nur dass bei mir die sonne nicht allein dran schuld ist … ich brauche noch einen achten tag – nur für mich und meinen blog! :)
    liebste grüße
    nike

    1. Katharina

      Ich will den auch haben!!! Ich versuche ja, endlich wieder in einen Blog-Rhythmus zu gelangen, wieder an festen Tagen zu posten und dann das WE frei zu haben bzw. dort schon Beiträge vorzubereiten… ach ja. Warum hat der Tag nicht mehr als 24 Stunden? Hä? ;-)

      Ach so – falls Du den Kuchen ohne Butter backen willst, kannst Du auch supergut Kokosöl nehmen. Habe ich schon ausprobiert. Dann aber erst Süßmittel und Eier (oder eben Ei-Ersatz) aufschlagen und dann das geschmolzene Kokosöl unterrühren.

  4. Anna

    Liebe Katharina, ich finde deinen Blog ganz fantastisch!! Und nur weil ein paar Rezepte in der Warteschleife weilen… tja, die Rezepte und wir können es sicherlich verkraften, aber die Sonne, die ist schneller wieder weg als wir gucken können. Daher: genieße sie!!!
    Der Kuchen sieht genau nach meinem Geschmack aus!!! Der wird gleich nächste Woche zum Geburtstagsbrunch der Freundin gebacken. Welche Größe hat denn die Kastenform, die du benutzt hast? Und bekomme ich die Dextrose im Supermarkt oder eher im Reformhaus/Bioladen?
    Vielen Dank und einen sonnigen Tag dir!

  5. Laura

    Liebe Katharina,
    der Kuchen ist gerade im Ofen und erlebt dann morgen beim Sonntagsbrunch seinen Auftritt! Ich bin sehr gespannt :)

  6. Thorben

    Hallo Katharina,
    ich wusste gar nicht, dass Edeka auch eine Rezepte-Datenbank hat. Wieder was dazugelernt :)
    Schade dass ich zur Zeit kaum dazu komme, selbst mal wieder zu backen. Gerade wo Kokos dabei ist, bin ich selbst gerne immer am Versuchen!
    Einen schönen Wochenstart!!

    1. Katharina

      Edeka hat vor einiger Zeit seine Homepage neu lanciert, und dabei haben sie die Datenbank aufgebaut. Da sind wirklich tolle Rezepte und schöne Inspirationen dabei.
      Dann ran an die Rührschüssel! :-)

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