Dienstag, 5. November 2013

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

Meine Obsession Faszination für die Kombination “Rote Bete und Spinat” hat sich seit dem Salat nicht gelegt. Überhaupt die für Rote Bete. Vielleicht sollte ich das in meiner persönlichen Spalte der “kulinarischen Absonderlichkeiten während der Schwangerschaft” ablegen. Nun, ich schätze, das ist besser als die Klassiker wie Gewürzgurken mit Nutella. (A propos Nutella, erinnert mich daran, dass ich das neueste zuckerfreie Nutelle-Rezept blogge!)

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

Bei unserer monatlichen Burger-Night neulich kam dann folgerichtig geriebene Rote Bete in einen Teil der Burger. Wirklich gut! Optisch ein Knaller, und geschmacklich durch das Wurzelgemüse, durch Knoblauch und Kreuzkümmel einfach mal etwas anderes als klassische Burger-Patties. Dazu gab es einen scharfen Dip aus Avocado, Chipotle und Senf, und natürlich selbstgemachte Burger Buns. Diese habe ich nach einem Rezept vom Moey’s Kitchen gebacken und bin schwer begeistert! Schön fluffig und mit genau dem richtigen Grad an Weichheit, um Burger, Gemüse und Sauce fest im Griff zu haben.

Vegetarische Rote-Bete-Burger finden sich übrigens auch einige in den Tiefen des Internets, zum Beispiel hier mit Hirse bei Flowers on my Plate, mit Feta bei Schöner Tag noch! oder mit Gurken-Relish (hmmmm!) bei S-Küche.

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-SauceRote-Bete-Burger mit Spinat und Avocadosauce

Rote-Bete-Burger mit Avocado-Sauce und Spinat

für 8 kleine oder 4 große Patties

FÜR DIE BURGER:
1 frische Rote Bete (geschält ca. 200g), gekocht geht aber auch
1 Knoblauchzehe
500g Rinderhack
2 TL Senf
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz & Pfeffer
Öl oder Butterschmalz zum Anbraten

FÜR DIE SAUCE:
2 reife Avocados
2 EL scharfer Senf
1/2 TL Chipotle Chilis, getrocknet (oder 1-2 getrocknete Chilis)

UND AUSSERDEM:
4 große oder 8 kleine Burgerpatties
Spinatblätter zum Belegen

…was Euch noch gefällt – z.B. Tomatenscheiben und Zwiebeln oder Avocado

:: Frische Rote Bete schälen, gekochte kann gleich verarbeitet werden. Fein reiben und in eine kleine Schüssel geben. Knoblauchzehe pellen und entweder sehr sehr fein hacken oder – meine Variante – fein reiben, denn die Reibe ist ja eh schon dreckig… Knoblauch zusammen mit Rinderhack, Senf, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verkneten. Die geriebene Rote Bete etwas ausdrücken und dann unter die Hackfleischmasse kneten. Bei Bedarf und Wunsch nach tieferer Rotfärbung noch etwas vom ausgetretenen Saft dazugeben. Hände kurz unter kaltes Wasser halten und mit nassen Händen 4 große oder 8 kleine Burger-Patties formen und schön flach drücken.

:: Für die Sauce die Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Zusammen mit Senf und Chipotle (oder getrockneten und fein zerbröselten Chilis) pürieren, mit Salz und Pfeffer und ggf. etwas Zitronensaft abschmecken.

:: Spinatblätter waschen und trockenschleudern, die anderen Zutaten wie bspw. Zwiebeln und Tomaten waschen und in Ringe oder Scheiben schneiden. Burger-Buns toasten oder aufbacken.

:: In einer ausreichend großen Pfanne Öl oder Butterschmalz erhitzen und die Rote-Bete-Burger bei mittlerer Hitze braten. Durch die enthaltene Rote Bete karamellisiert die Oberfläche recht schnell, daher würden die Burger bei zu hoher Hitze leicht verbrennen und dann bitter schmecken. Von jeder Seite etwa 4-5 Minuten braten.

:: Unterdessen die Burger-Buns aufschneiden und mit etwas Avocado-Sauce bestreichen und mit Spinatblättern belegen. Ein Rote-Bete-Patty auf jedes Brötchen legen, Zwiebeln, Tomaten, Avocado oder sonstigem Belag nach Wunsch darauftürmen und mit einem ordentlichen Klacks Avocado-Sauce versehen und schnell aufessen!

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Dienstag, 5. November 2013

14 Gedanken zu „Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

  1. Sandy

    Burger-Night – sollten wir auch mal einführen. Bei uns gibt es Pizza Night, zumeist sonntags, zum Tatort, natürlich hausgemacht ;-)
    Ich hatte Rote Beete in Burger schon mal probiert, allerdings in Stücken, zusammen mit Feta. Aber so wie bei dir, sieht es voller aus und ich glaube, der Geschmack der Beete kommt erst richtig gut raus.

    Merci Madame!
    Liebe Grüße,
    Sandy

    1. Katharina 1

      Pizza ist auch oft ein Sonntags-Ritual. Wir sind beide sehr darauf bedacht, unsere Mahlzeiten immer am Esstisch einzunehmen, aber Sonntags kann es durchaus vorkommen, dass wir auf dem Sofa zum Tatort essen… Und dann ist Pizza unschlagbar! :-) Die Burger waren auch an einem Sonntag dran, die haben uns aber ganz schön vom Geschehen abgelenkt, da wir alles als “Bausatz” auf dem Tisch hatten. Und gleichzeitig dem manchmal sehr verworrenen Plot folgen und Burger bauen, das überforderte uns irgendwie… :-D

  2. martina

    ich fänd das eigentlich eine echt gute Idee mit der Rubrik “Essen in der Schwangerschaft” ;-)
    nur mal so nebenbei…
    ich bin ja gar kein rote Beete-Fan, aber irgendwie wohl nur, weil ich sie von früher so eingelegt kenne. Das ist gruselig. ich muss mich wohl mal durchringen und es so probieren ;-)

    LG
    Martina.

    1. Katharina 1

      Ich denke auch schon die ganze Zeit über eine solche Kategorie nach. Aber das wird dann nicht hübsch! Da gibt’s dann keine Nutella-Orgien und keine Puddingschlachten, sondern nur so Gesund-Kram. :-)

  3. Katrin

    An Rote-Beete-Burger hatte ich mich auch schonmal versucht, nur sah das bei weitem nicht so gut wie bei dir auf dem Teller aus! Also würde ich sagen, es wird Zeit für einen zweiten Versuch!!!

  4. Tring

    Die sehen wirklich umwerfend schön aus! Ich werde das mal als “normale” Frikadellen-Variante mit etwas Ei und vielleicht noch etwas mehr Roter Bete zum Auflockern ausprobieren ;-)

  5. Elena

    Meine Oma ist ja der Meinung, dass Rote Bete den ungeborenen Kindern und der Mutter gut tut, Du scheinst da also was richtig zu machen :)
    …sie empfiehlt außerdem noch Vogelmilch, ein eher gewöhnungsbedürftiges Gericht aus Griessuppe und Eiweißklößen, das ich wiederum weniger empfehlenswert halte :)

    1. Katharina 1

      Ahahahaha…. ich musste erst mal eine geschlagene Minute überlegen, welcher arme Vogel denn dafür gemolken werden soll… Ich bin ja nicht so wahnsinnig übervorsichtig mit dem Essen im Moment, aber rohes Ei ist dann doch eins der Dinge, die gerade Pause haben. Also lieber weiter Rote Bete!

  6. Dani

    Ganz lieben Dank fürs Verlinken, deine Burger sehen super aus!
    Ich habe ja so ein Rote Bete Trauma aus der Kindheit, das ich mittlerweile aber zum Glück ablegen konnte und mich nun sogar in die roten Knollen verliebt habe. Erst gestern gab´s wieder einen frischen Saft aus ihnen :)

  7. johanna

    Wie ist das mit den Burgerbrötchen, machst Du die selbst? Die gekauften sind meines Wissens nach auch immer gut gezuckert gewesen, aber mir war das bisher egal, nur in diesem Blog bin ich auf jede Alternative neugierig geworden :-) .

    Zum Zucker allgemein, gibt es eine Seite, wo aufgelistet ist, welche Lebensmittel konkret Fructose enthalten bzw welche Zuckerarten, wie man sie auf der Packung findet, gemieden werden sollten? Ich blicke noch nicht durch, denn bisher wusste ich nur von Kristallzucker und diversen ~bösen Zuckerersatzstoffen, hatte aber Saft, Früchte, Vollrohrzucker, Honig, Sirup, Stevia und Xylith als gut da entweder unraffiniert bzw. erwiesenermassen gut (xylith & stevia) im Kopf.

    Bin auch schwanger und unheimlich lustig auf Rote Beete (bloß nicht roh, da hängt noch das Biobauernhofkindheitstrauma nach), auch mir wurde gesagt, dass das für diese Phase genau das Richtige sei. Auf der Liste der Gelüste stehen aber auch gerade alle bitteren Salate (Zuckerhut, Radiccio, Endivien) und Camenbert – vor allem in Kombination, einen Bissen da rein, einen dort hinein ;-) , ganz oben.

    1. Katharina 1

      Ja, die Buns habe ich selbst gemacht – der Link zu Moeys Rezept steht oben im Post. Die sind super geworden.

      Es gibt keine mir bekannte Seite, die ALLES aufführt, meistens gebe ich “Lebensmittel + Fructosegehalt” in die Suchleiste ein. Einen relativ guten Überblick bekommt man beim http://www.naehrwertrechner.de, allerdings haben sie auch nicht alle Lebensmittel aufgelistet. Auf der Verpackung muss immer nur der Gesamtzuckergehalt angegeben sein, das ist in vielen Fällen Saccharose, v.a. bei fertigen Produkten, also kannst Du von der Hälfte an Fructose ausgehen (Saccharose = 50% Glucose + 50% Fructose). Vollrohrzucker oder sonstiger brauner Zucker hat keinen wirklichen Vorteil gegenüber weißem “Industriezucker”, der wurde am Ende auch verarbeitet und enthält genau so viel Fructose. Saft dito – und das Schlimme am Saft ist, dass man davon locker mal 200ml wegtrinkt und so zB bei Orangensaft 18g Zucker zu sich genommen hat. Ähnlich bei Apfelsaft – und der Gehalt ist identisch zum Zuckergehalt von Coca Cola. Kein Witz. Sirup wird aus Zucker gekocht, also auch kein Vorteil. Agavendicksaft hat zwischen 70 und 90% Fructose. Und Honig hat zwar wirklich gute Inhaltsstoffe, aber je nach Sorte sind es eben auch 30-45% Fructose. In Maßen genossen ist Honig toll, aber nicht zum Süßen. Stevia ist eine reine Geschmackssache, finde ich – ich mag es nicht. ;-) Xylit und Erythrit sind OK.
      Schau mal hier – zu dem Thema hatte ich Anfang des Jahres einen Post geschrieben: http://www.katharinakocht.com/schokoladen-cupcakes-und-ein-uberblick-uber-die-zuckeraustauschstoffe-projekt-zuckerfrei-woche-8/

  8. Masha

    Katharina, das sieht wieder mal soooo lecker aus! Danke übrigens auch für die Veggie-Variante.
    Schneegrüsse aus der Schweiz, masha

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