Sonntag, 4. September 2011

Rustikaler Apfelkuchen

Die Apfelbäume im Garten meiner Eltern hängen voll mit Äpfeln, mit Gravensteinern, mit Cox Orange und Rotem Astrachan. Gravensteiner sind meine allerliebsten Lieblingsäpfel, leider bekommt man sie außerhalb von regionalen Wochenmärkten selten, da die Sorte etwas anspruchsvoll ist und die Ernte eher unregelmäßig und unberechenbar ausfällt. Aus irgendeinem glücklichen Grunde fühlt sich der Gravensteiner bei meinen Eltern aber pudelwohl und trägt auch dieses Jahr reichlich. Beim letzten Besuch haben wir ganz ungeniert kiloweise Fallobst in unser Auto geladen, und nun sind wir inmitten der apfeligen Zeit. Einen ersten Apfelkuchen haben meine Kollegen schon bekommen, Apfelgelee mit Thymian habe ich auch bereits gekocht, und dieses Wochenende bekommt einen saftigen Apfelkuchen, der endlich mal mehr Äpfel als Teig hat, denn leider kommt bei vielen Apfelkuchen mit Rührteig das Obst zu kurz.
Ich war beim Rühren des Teigs erst versucht, noch Zimt daran zu geben, allerdings habe ich mich dann nur auf Vanille beschränkt, was ganz dezent und un-herbstlich war.
Ach ja: ich will einen Garten mit Apfelbäumen! Haste gehört, Fee?

Rustikaler Apfelkuchen

Für eine Springform von 20-22cm Größe – für die 26er Springform 3 Eier und die entsprechende Menge der anderen Zutaten nehmen.
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

2 Eier
120g Zucker
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

60ml neutrales Pflanzenöl
4 größere Äpfel
100g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
120 ml Milch

Puderzucker zum Bestäuben

:: Backofen auf 180°C vorheizen und die Springform vorbereiten.
:: Eier, Zucker und Vanillezucker sehr schaumig schlagen, dann das Öl langsam einfließen lassen und gut unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch einrühren, bis sich die Masse eben so verbunden hat und keine Mehlklumpen mehr vorhanden sind.
:: Äpfel schälen, entkernen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. In den Teig einrühren, so dass alle Stückchen mit Teig bedeckt sind.
:: In die Springform füllen und 60 Minuten backen. Mein Kuchen wurde nach der Hälfte der Backzeit schon ziemlich goldbraun, also habe ich ihn mit Alufolie abgedeckt. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
Immer wieder Sonntags: nicht vergessen, hier zu klicken, bei der Initiative Sonntagssüß – heute beim Fräulein.
EDIT: Als „Lagerkuchen“ eignet er sich leider nicht so wirklich, besonders nicht für die Lagerung im Kühlschrank, wie ich heute festgestellt habe. Die leichte Klitschigkeit vom frischen Kuchen wird zur ziemlichen Matschigkeit, wenn er im Kühlschrank durchzieht.
Also in der kleinen Form backen und gleich am ersten Tag mit ordentlich Schlagsahne genießen!

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Sonntag, 4. September 2011

6 Gedanken zu „Rustikaler Apfelkuchen

  1. Sarah

    Ich bin ja ein riesen Apfel-Fan, Gravensteiner sind mir aber bisher unbekannt. Werde dann mal danach Ausschau halten. Den Kuchen würde (werde) ich aber egal mit welchen Äpfeln nachbacken!

  2. = lingonsmak

    vielen dank fürs franz-kompliment – fühle mich sehr geehrt, es zumindest optisch mit den originalen aufnehmen zu können 🙂 und apfelkuchen gibt es wohl nächsten sonntag bei mir … ach, es gibt soviele lieblinge!

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