Samstag, 31. Dezember 2011

Rustikales Brot – und ein Kochbuch-Review

Neulich durfte ich für Valentinas-Kochbuch.de testen. Hui, das war super! Und natürlich waaahnsinnig anstrengend, klar – besonders für den Testesser, der kritisch jeden Happen beäugte und ihn dann einem knallharten Urteil unterzog. ;-)
Getestet wurde “Gemüse satt. 140 vegetarische Lieblingsgerichte” von Alice Hart. Während ich das Buch im Laden wahrscheinlich stehen lassen hätte, da es mir zunächst als buntes Sammelsurium erschien, habe ich es im Laufe der Test-Zeit wirklich zu schätzen gelernt. Es finden sich tolle, meist recht einfach nachzukochende, aber überraschend leckere vegetarische Gerichte darin, ebenso wie kleine Tipps und Tricks, zum Beispiel für selbstgemachte Nussmilch oder Labneh, und Vorschläge für unterschiedliche, aber durch und durch vegetarische Menüs. Wir drei Kochbuchtester waren uns nicht immer in allem einig, aber auf jeden Fall darin, dass das Buch ganz sicher einen Platz im Regal verdient. Den Test findet Ihr hier bei Valentina, und das Rezept für mein Lieblingsgericht, das Eiercurry, auch. Und ich bin mir sicher, dass ich noch einige andere Sachen aus dem Buch mit Euch teilen werde.
Trotz allem Gemüse ist es witzigerweise ein Brotrezept, das sich zum Wiederholungstäter gemausert hat. Wie im letzten Post versprochen, ist es ein wirklich simples Rezept, das, wenn man es einfach nur ruhig vor sich her gehen lässt, ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt: Gute, krosse Kruste und eine großporige, saftige Krume. Ich muss glaube ich nicht erwähnen, dass es ganz frisch am besten schmeckt, oder?
Brotbacknovizen und Hefehassern sei alle Angst genommen: Es erfordert keine großen technischen Fähigkeiten, keine künstlerischen Knettechniken und keinen vorsichtigen Umgang mit Hefe (“Jetzt! Luft anhalten! Nicht bewegen!”). Alles, was es braucht, ist etwas Zeit. Die nehmen wir uns.

Rustikales Brot

250g Weizenmehl, Type 550
250g Vollkornweizenmehl
1 Tütchen Trockenhefe
2 gestr. TL Salz
1 gstr. TL Brotgewürz (gibt’s z.B. von Alnatura, oder im Reformhaus – oder man lässt es ganz weg)
etwas neutrales Speiseöl
Mehl für die Arbeitsfläche

Zum Backen: einen Bräter oder eine ofenfeste Form mit Deckel

Tipp zum Ansetzen und Backen: Wenn das Brot für das Wochenende gebacken werden soll, am besten am Freitagnachmittag oder abend den Teig ansetzen, dann kann es Samstag vormittag gebacken werden.
:: In einer sehr großen Schüssel beide Mehlsorten, die Trockenhefe, Salz und Brotgewürz verrühren. Dann 325ml lauwarmes Wasser dazugießen und erstmal mit dem Löffel durchrühren und anschließend ganz kurz mit den Händen kneten. Der Teig ist ziemlich matschig und sieht alles andere als fertig aus – das macht aber gar nichts.
:: Die Schüssel mit Klarsichtfolie stramm abdecken und den Teig darin 15 – 18 Stunden gehen lassen. Das Gute an der langen Gehzeit ist, dass der Teig auch ohne weiteres über Nacht in der (kühlen) Küche stehen kann, oder im Flur, oder sonstwo, wo er nicht im Weg rumsteht. Dabei muss dann kein Brimborium gemacht werden, dass es der Teig ja schön warm hat… ;-)
:: Nach der Gehzeit die Klarsichtfolie nicht wegwerfen. Der Teig ist jetztziemlich in die Höhe geschossen und zeigt Blasen oder Löcher (wo mal Blasen waren). Auf eine bemehlten Arbeitsfläche den immer noch ziemlich klebrigen Teig kurz durchkneten oder falten, vielleicht 1 Minute, nicht länger.  Die Schüssel mit ein paar Spritzern Speiseöl benetzen, die Teigkugel wieder hineinlegen und wenden, so dass alle Seiten mit Öl bedeckt sind. Die Klarsichtfolie fest um die Teigkugel legen und 15 Minuten ruhen lassen.
:: Jetzt muss der Teig noch mal 2 Stunden gehen: Laut Rezept auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Folie abdecken – kein Geschirrtuch, der Teig würde daran kleben -, der Einfachheit halber transferiere ich den Teigklumpen lieber in eine neue, saubere Schüssel und lasse ihn dort noch einmal gehen.
:: Ca. 15 Minuten vor Ende der Gehzeit einen Bräter mit Deckel in den Backofen schieben und auf 220°C heizen.
:: Den Bräter vorsichtig aus dem Ofen nehmen, den Teig hineinsetzen (“hinein fallen lassen” trifft es eher…) und den Deckel wieder aufsetzen. 30 Minuten backen, dann den Deckel abnehmen – vorsicht, das ist heiß und dampft gemein! – und 15 Minuten unbedeckt zu Ende backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

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Samstag, 31. Dezember 2011

3 Gedanken zu „Rustikales Brot – und ein Kochbuch-Review

  1. Verboten gut !

    Liebe Katharina,

    Dir & deiner Familie wünsche ich ein wunderbares neues Jahr, mit ebenso vielen und schönen Erinnerungen wie in 2011.

    Mach´s gut … bis in 2012 ;o)

    Lg Kerstin

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