Mittwoch, 19. Februar 2014

Monas großartiges Quarkbrot – oder: “With a little help from my blogger friends”

Neulich, am späteren Vormittag im Hause K:

Der Gatte: “Du, Spatzl, also… könntest Du beim Einkaufen vielleicht nicht mehr Quark, sondern lieber Joghurt mitbringen? Irgendwie mag ich keinen Quark mehr.”
Ich: “Huh? Was ist los? Du bist doch sonst der Quark-Enthusiast?”
(Der Kühlschrank, wenn er reden könnte: “Ich habe noch zweieinhalb Kilo Quark in meinem Inneren.”)
Der Gatte: “Ja, weiß auch nicht… schmeckt mir irgendwie nicht mehr.”
Ich: “Hm, klar, dann eben Joghurt. Soll mir nur recht sein.” (Die bis dahin existente Leidenschaft des Mannes für puren Quark habe ich eh nie so recht teilen können.)

So weit, so gut, nur – was sollte ich jetzt mit den erwähnten zweieinhalb verbleibenden Kilo Quark anfangen? Quarkbrot

Die #quarkkrise teilte ich mit meiner Twitter-Timeline, und bevor ich es mich recht versah, trudelten die Vorschläge ein, was ich alles mit dem Molkereiprodukt anfangen könne – einer besser als der andere. Am schnellsten war Mona vom 180°SALON, die mir den Mund wässrig machte mit diesem Instagram-Bild und schrieb: “Ich sag nur, Quarkbrot backen!” Und das habe ich dann getan. Umgehend. Mit der Absicht, es eben ganz allein aufzuessen, weil der Gatte ja plötzlich keinen Quark mehr mögen wollte. Großer Lacher, denn das Brot, das in Nullkommanix und mit allergrößter Einfachheit zusammengeknetet ist und eine gute dreiviertel Stunde später auf dem Tisch steht, schmeckt dem Herren sehr gut. (Originalzitat: “Mmmmmmmhhh…. das kannst Du gern öfter machen!”) Der Dame des Hauses schmeckt es aber auch, denn es ist richtig schön einfach, herrlich locker und saftig, und dazu noch super wandelbar: Süßer für’s Sonntagsfrühstück, mit Kräutern oder Zwiebeln eingerührt zum Grillen, mit eingebackenen Käsestückchen zum Wein… unendliche Möglichkeiten! Und davon, wie großartig die letzten beiden Scheiben als French Toast schmeckten, will ich jetzt gar nicht erst reden.

Quarkbrot

Oh, und Tastesheriff Clara hat für die nächste #ichbacksmir-Aktion das Thema “Käsekuchen” ausgerufen, wozu ich glatt zwei Knüller-Ideen hatte, die ich schnell ausprobieren muss, solange der Mini im Bauch mich noch lässt.
Ich würde mal sagen, die Quarkkrise ist dank der Hilfe der Blogger- und Twittergemeinde überstanden. Danke, Mona, danke liebes Internet.

(Ich bin nur gespannt, wann der Mann keinen Joghurt mehr mag…)

Quarkbrot French Toast

Schnelles Quarkbrot

Rezept von Mona vom 180°SALON

Für ein großes Brot aus der 28cm-Kastenform. Die Hälfte des Rezepts ist perfekt geeignet für eine kleine 20cm-Kastenform.

500g Mehl - bei mir Weizen Typ 550, aber höhere Typen bzw. Vollkorn funktionieren auch
2 Pck. Backpulver (oder 25g Weinsteinbackpulver)
2,5 TL Salz
500g Quark – bei mir Magerquark, weil vorhanden, aber mit anderen Fettstufen sollte es auch gehen
2 Eier

Zugaben nach Wunsch, zum Beispiel:
1-2 EL Süßmittel für ein süßlicheres Brot (bspw. Sukrin oder Dextrose)
1 Handvoll gehackte Haselnüsse
1 Tasse geriebener oder zerbröckelter Käse
2-3 TL gehackte Kräuter
geröstete Zwiebeln

Speck…..

:: Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform (26 cm) mit Backpapier auskleiden oder ausfetten.

:: Mehl, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen – am besten mit einem Schneebesen ein paar Mal gut durchrühren, das lockert das Mehl auf.

:: Quark und Eier und nach Wunsch noch die Extra-Zutaten dazugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers alles verkneten, bis ein recht kompakter Teig entsteht. Falls er zu bröselig ist, noch etwas Milch zuzufügen. Mit den Händen zu einem Laib formen und in die Kastenform legen.

:: Ca. 40-45 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen. Das Brot steigt recht schnell hoch, falls es zu dunkel wird, mit etwas Backpapier abdecken. Dann aus dem Ofen nehmen, ein paar Minuten in der Form ausdampfen lassen und anschließend aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezept für French Toast oder Arme Ritter:

2 Scheiben Quarkbrot
1 Ei
1 EL Sahne oder Milch
etwas gemahlene Vanille
1 großzügige Prise Zimt
2 TL Sukrin oder Dextrose oder ein Süßmittel Eurer Wahl
2 EL Butter
Reissirup oder Gerstenmalzsirup für die Dekadenz :-)

:: Ei mit Sahne oder Milch und Vanille verschlagen und die Brotscheiben, evtl. halbiert, darin eintunken und wenden. Zimt und Sukrin oder Dextrose vermischen und auf die Scheiben streuen. Butter in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und die Scheiben bei mäßiger Hitze darin von jeder Seite goldbraun ausbacken. Herausnehmen und mit Sirup begossen servieren.

:: Alternativ: die eingeweichten Scheiben unter den Ofengrill schieben und von jeder Seite grillen, was den Zucker(ersatz) schön karamellisieren lässt.

Das könnte Dich auch interessieren:

 

Mittwoch, 19. Februar 2014

18 Gedanken zu „Monas großartiges Quarkbrot – oder: “With a little help from my blogger friends”

  1. Steffi

    Hallo Katharina,

    Eine Variante mit Dinkel-Vollkornmehl, viel Vanille und ein bisschen Zimt ist bestimmt genau meins. Denkst du ich sollte bei Dinkelmehl etwas an den Mengen verändern?
    Da wir auch immer Unmengen Quark daheim haben, werde ich es morgen früh direkt ausprobieren.

    Viele liebe Grüße aus Bielefeld
    Steffi

    1. Katharina 1

      Liebe Steffi, eigentlich sollte keine große Veränderung vonnöten sein. Das Backpulver sorgt ja für Auftrieb (ich verwende am liebsten Weinsteinbackpulver, da sticht dieser Backpulvergeschmack nicht so durch), und wenn Dir der Teig zu feucht und klebrig wird, nimm einen Esslöffel Mehl mehr. Du kannst es ja erstmal mit der halben Menge versuchen, und wenn Du keine kleine Kastenform hast: macht nix! Ich habe es neulich “frei geformt”, oben 3x schräg eingeschnitten und dann in den Ofen geschoben – der winzige Teigklumpen ging sensationell auf und ergab ein superleckeres Brot mit viel Kruste. Für uns zwei genau die richtige Menge.
      Viel Erfolg!

      1. martina

        also meine neuen Erfahrungen mit Dinkelmehl lehren mich, dass man dann immer ein bisschen mehr Flüssigkeit benötigt. Aber ansonsten bleibt alles beim Alten ;-)

        1. Katharina 1

          Spannend! Ich finde, dass z.B. Hefeteig mit Dinkelmehl immer bisschen klebriger wird als mit Weizen. Kommt wahrscheinlich auf die Type drauf an, 630er zieht schätzungsweise nicht so wie 1050er. :-) Ich habe das Brot vorhin mit 50/50 Weizen 550 und Dinkel-Vollkorn gebacken. Lecker Mischung…

  2. Theresa

    liebe Katharina, ich bin auch schon bei Mona über dieses tolle Rezept gestolpert und werde es am Wochenende auch endlich nachbacken! Das sieht und hört sich alles so verlockend an! ;) Liebe Grüße, Theresa

    1. Katharina 1

      Das ist für’s Wochenende auch wieder fest eingeplant! Wir lieben es (und müssen demnächst doch tatsächlich Quark nachkaufen…).

  3. Mona

    Es war mir eine Ehre der Dame und dem Herren des Hauses aus der #quarkkrise zu helfen :-D
    Meine Beratungsstunde ist immer für Euch da, einfach nur zwitschern.

    Liebste Grüße, Mona

  4. Melanie

    Hallo Katharina
    Deinen Blog lese ich bereits seit ein paar Wochen. Dem Quarkbrot konnte ich nicht widerstehen, es wurde gestern in den Ofen geschoben und es ist traumhaft! Ich hab’s mit 500g Dinkelmehl gebacken und an den restlichen Zutaten nix verändert. Einzig 6 kleine Brotmuffins mit Vanille und je einer Brombeere im Inneren sind noch produziert worden, auch sehr zu empfehlen! :)
    Danke für das tolle Rezept!
    Melanie

  5. Simone

    Hallo Katharina,
    ich habe heute die Hälfte des Rezeptes mit Dinkelmehl und Weinsteinbackpulver nachgebacken. Habe mich sonst genau an die Vorgaben gehalten und was soll ich groß sagen – perfekt! Das wird es öfters bei uns geben. Danke für das Rezept, freut mich richtig.
    Viele sonnige Grüße von Simone

  6. KatharinA

    Hallo Katharina!
    Letzten Freitag haben wir schnell alle Zutaten zusammengerührt und neben einem kleinen Brot aus halb Vollkorn-halb Weissmehl gab es noch ganz leckere Frühstücksbrötchen mit getrockneten Feigen, Kürbiskernen und Sonneblumenkernen!
    Danke fürs posten und Danke auch an Mona fürs Rezept!
    Weiter so und Alles Gute!
    LG aus der Schweiz, Katharina

  7. Friesi

    So, das musste ich mir jetzt auch mal abspeichern, damit ich es wirklich demnächst backen kann. Aussehen tut es sehr gut und Quarkbrot klingt vom Grundsatz her auch formidabel – also spricht ja nichts dagegen :-)

    Während ich Dein Quarkbrot backe geniesst Du hoffentlich die Zeit mit dem neuen Mitbewohner <3

    LG Friesi

  8. Sanne

    Hallo,

    da ja schon ein paar das Quarkbrot gebacken haben, kann mir ja vielleicht jemand helfen. Habe jetzt zweimal das Brot gebacken. Da ich keine große Form habe ich den Teig auf zwei Kleinere verteilt. Gebacken würde bei 180 Grad gute 40 Minuten, vorgeheizter Backofen. Beide Male ist mein Brot aber leider nicht so fluffig geworden. Es schmeckt, aber da ist deutlich Luft nach oben. Jemand eine Idee woran es liegen könnte, dass es nicht richtig aufgeht?

    1. Katharina 1

      Das ist ja doof, Sanne… Welches Backpulver benutzt Du denn? Bei mir geht das Brot hoch wie nur was, ich nehme 25g Weinsteinbackpulver auf 500g Mehl (was nebenbei noch den Effekt hat, dass es nicht so metallisch nach Backpulver schmeckt). Es ist natürlich “feuchter” und weniger teigig-fluffig als ein Hefebrot, aber doch locker. Ansonsten könntest Du die Menge des Quarks ein wenig reduzieren oder noch etwas mehr Mehl dazu geben.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg!

  9. helga

    Vielen Dank dass du Monas Rezept geteilt hast. Sehr lecker und vor allem so schön einfach!
    Ich friere es gerne scheibenweise ein und toaste es dann auf, besonders gut schmeckt es mir mit Pflaumenmus :)

  10. Lotti

    Was für ein leckeres Rezept! Ich hab es direkt ausprobiert und konnte sogar meinen Mann überzeugen :)

    Ich geh jetzt weiter nach Rezepten stöbern und mach dann die Familie glücklich.

    Dankeschön

Kommentare sind geschlossen.