Donnerstag, 28. Juli 2011

So simpel, so köstlich: Ofengemüse

Um in der Küche glücklich zu sein, brauche ich ein paar verlässliche Standard-Rezepte. Dinge, die immer funktionieren und die bei Koch- und Backkatastrophen tröstlich sind und einem sagen: “OK, das hast Du jetzt wirklich vergeigt das Rezept hat jetzt einfach nicht funktioniert, aber hey – Du kannst aus dem EffEff ganz viele andere tolle Sachen.” Pasta mit Tomatensauce gehört ganz sicher dazu, genauso wie ein gutes Chili con carne oder ein Eintopf. Beim Backen ist es definitiv Omi Ilses Eierlikör-Kuchen oder Comfort Food in Keksform.
Einfache Dinge, die einfach nur glücklich machen – und das ohne großen Aufwand.
Genauso wie Ofengemüse. Der Aufwand? Kleiner als beim Salat. Das Ergebnis: Riesig. Und die Variationsmöglichkeiten: Unendlich. Alles, was im Gemüsefach rumliegt, kommt aufs Blech und 45 Minuten später duftend wieder heraus. Mein persönlicher Star unter den ofengebackenen Veggies sind Karotten, die gebacken viel köstlicher sind als gekocht.
Hier habe ich ein Backblech wirklich prall gefüllt, da Testesser “Hungääää” anmeldete, aber man kann das natürlich in jeder Form und Größe zubereiten, für eine Person genauso wie für zehn. Na gut, für 10 bräuchte es ca. 3 Backbleche, aber gehen ginge es wohl! ;-)

Ofengemüse

meine zubereitete Menge ergab 1 volles Blech und genug für 2 hungrige Menschen

5 Karotten
2 Zucchini
2 rote Paprika
2 Fenchelknollen
5 kleine Frühlingszwiebeln
4 große Champignons
2 Knoblauchzehen
2-3 Stiele frische Kräuter, z.B. Salbei, Thymian, Rosmarin (hier war es Salbei solo)
Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für den Dip:
200g Quark
2 TL Senf, am besten scharfen, körnigen
weißer Pfeffer

:: Ofen auf 200°C vorheizen.
:: Gemüse putzen.
Karotten der Länge nach halbieren. Zucchini halbieren und die Hälften vierteln. Paprika in grobe Stücke schneiden. Fenchelknollen in ca. 1cm breite Scheiben schneiden, längs oder quer – egal. Champignons halbieren. Knoblauchzehen halbieren.
Die Frühlingszwiebeln dürfen übrigens gern ganz bleiben, nachdem die Wurzeln entfernt worden sind, natürlich.
:: Kräuter waschen und große Blätter wie beim Salbei von den Stielen zupfen.
:: Das Gemüse auf ein Backblech geben und etwas durchmischen. Knoblauch und Kräuter darauf verteilen, dann mit Olivenöl beträufeln, gern etwas großzügiger. Mit Meersalz und Pfeffer würzen und für ca. 45-60 Minuten im Ofen backen, je nach Dicke des Gemüses und nach Al-dente-Vorlieben des Kochs.
Wenn man den Ofen öffnet, kommt hier ein Hinweis an alle Mascara-tragenden Köchinnen: ERST den Dampf entweichen lassen und DANN in den Ofen gucken… die feuchte Hitze verklebt die Wimperntusche umgehend. Ekliges Gefühl…. also, öh, hab ich mir sagen lassen! ;-)
:: In der Zwischenzeit den Dip bereiten, dazu Quark, Senf und Pfeffer verrühren und evtl. mit Salz abschmecken.
:: Gemüse aus dem Ofen nehmen, ein paar Minuten abkühlen lassen und dann zusammen mit dem Dip und idealerweise Fladenbrot servieren.

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Donnerstag, 28. Juli 2011

7 Gedanken zu „So simpel, so köstlich: Ofengemüse

  1. Christina

    Lecker! Schön, dass du Ofengemüse auch so zu schätzen weißt… hab’ ja gestern auch schon ein Loblied drauf gesungen! :>
    LG
    Christina

  2. Gourmande

    Oh, Senfdipp, das ist ja ne interessante Idee! Ich liebe Ofengemüse auch über alles und variiere da sehr gerne (mein Favorit: Küris), aber irgendwie gibt es bei mir dazu immer Kräuterdipp! Das mit dem Senf merke ich mir!

  3. mano

    genau! der senftipp ist toll!
    ich liebe nämlich ofengemüse auch sehr. ich mach meist noch ein paar in sehr dünne scheiben geschnittene kartoffeln dazu (für den kartoffelfreak im haus!), die werden dann so leicht chipsartig, wenn sie oben liegen. manchmal reib ich auch noch einen rest kräftigen käse darüber, auch lecker.
    ich finde, ofengemüse ist auch perfekt für ne party (wenig arbeit, kann man gut vorbereiten) und da stürzen sich immer alle zuerst drauf.
    aber heute koch ich erstmal deine vegi-bolognese nach!
    liebe grüße von mano

  4. New Kitch on the Blog

    Ich liebe Ofengemüse auch total! Sollte mal etwas übrig bleiben (was bei uns echt selten vorkommt), mariniere ich die Reste manchmal mit etwas Essig und esse sie am nächsten Tag quasi als Antipasti-Salat. Den Dipp merke ich mir, hört sich gut an!

  5. Katharina

    Hihi, ich seh schon – Ofengemüse rocks! Und dabei dachte ich erst, das sei viel zu banal, um es zu posten. Freut mich, dass es das doch nicht ist. :-)
    Schönen Tag Euch allen!

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