Sonntag, 27. März 2011

Sonntagssüß: Carrot Cake

Wenn „Fusion Food“ bedeutet, dass Zutaten und Kochstile verschiedener Länder und Kontinente in einem Gericht vereint werden, dann ist dieses Rezept ganz eindeutig ein „Fusion Recipe“: Das Kuchenrezept stammt aus Leila Lindholms Backbuch, das Frischkäse-Frosting mit Ahornsirup hab ich von smittenkitchen.com und die Dekorationstechnik habe ich frech aus einem Tutorial bei I am baker abgekupfert.
Warum der Mix?
Ich wollte das Carrot Cake-Rezept von Leila Lindholm schon lange auspobieren, da es ein bisschen anders war als das des Rüblikuchens, den ich sonst ganz gern backe. Allerdings fand ich das Frischkäse-Frosting bisschen lahm, also hab ich mich vertrauensvoll an Deb von smittenkitchen.com gewandt. Und seit ich den tollen „Rose cake“ bei I am baker gesehen hatte, wartete ich auf eine Gelegenheit, diese Dekorationstechnik zu probieren.
Außerdem gehört Süß zum Sonntag! Daher ist dieser Kuchen mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß.
Dennoch… Ich bin nicht ganz zufrieden. Das geht noch besser. Der Kuchen ist schon recht gut, aber für die Creme zu feucht und wenig „tragfähig“.  Das Frosting ist, wie zu erwarten, sehr mächtig und hammersüß, aber der Ahornsirup schmeckt wirklich gut darin. Für Cupcakes bestimmt toll geeignet.
OK, mit der Rosen-Deko bin ich sehr zufrieden – geht super einfach und sieht toll aus. Lässt sich auch mit allen anderen Frostings oder Cremes machen.
Also ich würde sagen, insgesamt 3 von 5 Punkten.
Carrot Cake &
Maple Syrup Cream Cheese Frosting
Für eine kleine 18-er Springform
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker sollte sich hierbei aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen lassen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**
300g geschälte Karotten
2 Eier
150g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
120g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1 Msp. gemahlener Ingwer
1 Prise Salz
100 ml neutrales Pflanzenöl

Frosting:
65g weiche Butter
200g Puderzucker
2 Päckchen Frischkäse (400g)
60ml Ahornsirup (von der Konsistenz her durch Reissirup zu ersetzen, vom Geschmack her leider nicht ganz.)
So chaotisch wie ich sonst bin, bereite ich beim Backen gern alles vor, damit ich dann, wenn’s ernst wird, alles zur Hand habe. Dementsprechend sieht es dann wie folgt aus:
Ofen auf 175°C vorheizen. Springform mit Backpapier auslegen und die Seiten fetten.
Karotten fein reiben, zur Seite stellen.
In einer kleinen Schüssel Mehl, Backpulver, Gewürze und Salz mischen.
Butter und Frischkäse für das Frosting aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen.
Und jetzt wird’s dann ernst.
In einer großen Rührschüssel Eier, Zucker und Vanillezucker sehr schaumig schlagen. Die Mehlmischung darübersieben und kurz untermixen, bis ein homogener Teig entsteht. Nie zu lange mixen, sonst wird der Teig hart, oder noch schlimmer, gummiartig.
Geraspelte Karotten und Öl unterrühren und die Masse in die Springform gießen.
Ca. 40-45 Minuten backen, bis das berühmte Stäbchen bei der Probe sauber bleibt.
Gut auskühlen lassen und danach auf eine Kuchenplatte schieben. Um eine gerade Fläche zu erhalten, kippe ich den Kuchen um, so dass die Unterseite nach oben zeigt.
Für das Frosting weiche Butter mit Puderzucker schaumig schlagen und erst dann Frischkäse und Ahornsirup unterrühren.
(Wenn man ich ist, überspringt man diesen Punkt schnell mal, rührt alles auf einmal zusammen und wird dann mit kleinen Butterklümpchen im Frosting „belohnt“ und darf alles richtig laaaaaange weiterrühren, bis sich die Klumpen aufgelöst haben.)
Vom fertigen Frosting 3 EL abnehmen, und den Kuchen mit einem „Crumb coating“ versehen.
Crumb coating? Crumb coating!
Das ist die dünne Schicht Creme, die auf den nackten Kuchen gestrichen wird, um Krümel zu binden. Wenn man dann die Verzierung aufspritzt, pieken keine kleinen Krümel mehr raus, die die Optik stören und die ganze Arbeit versauen. Die Schicht muss nicht perfekt sein, sie ist nur eine Arbeitsgrundlage.
Dazu mit eine Palette oder einem breiten Messer eine dünne Schicht auf die Oberfläche auftragen und verstreichen, den Überschuss auf den Rändern verteilen. (Ein super Tutorial dazu gibt es hier: klick.)
20 Minuten kühl stellen, das restliche Frosting wandert auch in den Kühlschrank.
Dann erblühen die Rosen auf dem Kuchen!
Dafür einen Spritzbeutel und eine große Sterntülle startklar machen und Rosenkreise spritzen, auf der Oberfläche und an den Seiten. Ich habe teilweise doppellagig gearbeitet, um einen besseren Effekt zu erzielen.
Dann noch mal eine Stunde ab in den Kühlschrank mit dem guten Stück, bevor es angeschnitten wird. Respekt, wer mehr als 2 kleine Stücke schafft! 🙂

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Sonntag, 27. März 2011

4 Gedanken zu „Sonntagssüß: Carrot Cake

  1. Katharina

    Merci, Steffi. Jaaa, hübsch isser, der Kärrott-Kääk. Aber das nächste mal wird das Frosting ein bisschen luftiger… 🙂

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