Donnerstag, 1. Dezember 2011

Steckrüben-Kürbis-Curry mit Würzfladenbrot

Confessions, confessions: Ich mag Dinge, bei denen viele andere die Mundwinkel nach unten verziehen. Nee, Moment, ich rede jetzt nicht von frittierten Würmern und ähnlich exotischem Getier, aber schaut Euch mal um, bei wie vielen Menschen allein das Wort „Rosenkohl“ oder „Blumenkohl“ Ablehnung hervorruft. Ich liebe beides.
Steckrüben fallen auch in diese Kategorie. Allein der Beiname, Wruken, klingt nicht gerade nach kulinarischem Hochgenuss, dabei gab es als Kind für mich kaum was schöneres, als wenn meine Oma zum Mittagessen Steckrüben gekocht hatte. Ihr selbst waren sie, irgendwie verständlich, durch die Hungerzeiten während des Krieges verleidet, ich glaube, sie aß sie mit einer Art verachtungsvoller Disziplin. Ich dagegen liebte die süßlichen Würfel, eine Liebe, die bis heute anhält und die jeden Winter erneut eine Renaissance erlebt.
Deswegen habe ich mich sehr gefreut, neulich bei Kirsten von Sugar and Spice ein Steckrüben-Curry zu sehen, das sofort auf die Nachkochliste wanderte. Das Buch, aus dem sie das Rezept entnommen hat, lacht mich schon seit geraumer Zeit an: Winterküche von Tanja Dusy. Ich will fast rückfällig werden von meinem Vorsatz, dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke zu verzichten, auch an mich selbst.
Mist.

Steckrüben-Kürbis-Curry mit Würzfladenbrot

Für das Curry:
400 g Steckrüben 
500 g Kürbis, geputzt ca. 400 g 
2 Zwiebeln 
1 Knoblauchzehe
1 großes Stück Ingwer (6-8 cm)
3 EL Öl zum Braten
1 TL Kurkumapulver
1 TL Chilipulver 
2 TL Garam Masala 
1 Dose gehackte Tomaten 
250 g Naturjoghurt 
Salz 
1 Dose Kichererbsen (400 g)

Für das Würzbrot:
1/2 türkisches Fladenbrot 
1/2 Knoblauchzehe 
3 EL Butter
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel 
1 Prise Chilipulver

 
:: Steckrüben und Kürbis schälen, Kürbis entkernen, und beides in Würfel schneiden, ca. 2cm groß.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und jeweils fein hacken.
:: In einem großen Topf das Öl über kleiner Flamme erhitzen. Darin zunächst die Zwiebeln langsam anbraten bis sie etwas Farbe bekommen haben, dann Ingwer und Knoblauch dazugeben und mitdünsten. Mit Kurkuma und Chili abstäuben und eine weitere Minute braten. Dann Tomaten und Garam Masala unterrühren und die Hitze hochdrehen, so dass die Mischung ordentlich 3-4 Minuten kocht und recht viel Flüssigkeit verdampft.
:: Den Topf vom Herd nehmen und die Hälfte des Joghurts unterrühren. Steckrüben und 100ml Wasser unterheben und kräftig salzen. Bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, dann die Kürbiswürfel dazugeben und weitere 25-30 Minuten köcheln lassen, bis alles gar ist. Die Kichererbsten abtropfen lassen und ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit unterrühren.
:: Während das Curry köchelt, ist das Würzbrot dran: Dafür den Backofen auf 180°C vorheizen. Das Fladenbrot in ca. 4cm breite Streifen schneiden und halbieren, dann aufschneiden. Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen, die Knoblauchzehe entweder fein hacken oder direkt durch die Knoblauchpresse in die Pfanne pressen und 2 Minuten anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Gewürze dazugeben und gut unterrühren. Die Paste entweder auf die Brotscheiden streichen oder die Scheiben mit der Krume in die Mischung drücken, zusätzlich noch leicht salzen. Die Brote in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten rösten.
:: Curry auf tiefen Tellern verteilen, jeweils einen Klacks vom restlichen Joghurt darauf geben und eventuell, wenn man mag, mit Koriander oder Petersilie bestreuen. Das Brot dazu reichen.

Das könnte Dich auch interessieren:

 

Donnerstag, 1. Dezember 2011

2 Gedanken zu „Steckrüben-Kürbis-Curry mit Würzfladenbrot

  1. Coconut and Vanilla

    Das Buch hab ich auch erst kürzlich bekommen! Muss ja auch jetzt noch sein, bevor der Winter wieder vorbei ist.
    Das Rezept (und so viele andere) hat mich auch schon angelacht. Wenn ich auf dem Markt morgen Steckrüben bekommen, dann ist es auch fällig ;). Mjam mjam, sieht das lecker aus.
    LG Lena

  2. Kirsten

    Hallo Katharina,
    oh das freut mich aber, dass ich Dich zum Nachkochen verleiten konnte und Dir das Rezept auch so gut gefallen hat wie mir 🙂 Das war das erste Mal, dass ich Steckrüben gegessen hab, eine Wiederholung wird es aber ganz sicher geben!
    Viele Grüße & einen schönen 2. Advent,
    Kirsten (die bei Rosenkohl auch das Gesicht verzieht, dafür aber Blumenkohl liebt ;o))

Kommentare sind geschlossen.