Donnerstag, 7. Juli 2011

Wassermelone mit gebackenem Feta

Ich hatte eine ganze Weile nichts mehr aus Maria Elias Kochbuch „Die neue vegetarische Küche“ gekocht – andere Kochbücher und Inspirationen aus tollen Foodblogs wollten ja auch mal an die Reihe kommen. Trotzdem hatte sich ein Rezept hartnäckig in meinem Kopf gehalten, das ich nun, da es endlich wieder große, aromatische und reife (!) Melonen gibt, endlich ausprobieren wollte: Gebackener Feta auf Wassermelone.
Ich liebe Wassermelonen. Ich könnte den ganzen Sommer quasi nichts anderes essen. Na OK, Kirschen. Und Pfirsiche. Gut, und Aprikosen, aber vor allem eben rosa Wassermelonen. Also Buch rausgeholt, Rezept gesucht, gelesen…. und erstmal ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Hab ich wirklich mal über dieses Buch gesagt, dass es kaum Zutaten enthielte, die schwer zu bekommen seien? Ich glaube ich hatte da ein anderes Buch. Oder habe das Rezept überblättert. Madame Elia wollte nämlich gern folgendes: 1 Schale Koriandersprossen. 1 Schale Shisosprossen. 50g japanischer Mizuna-Salat. Ja nee, is klar. Dazu kam dann noch ein Rosinen-Oregano-Dressing, das nach vegetarischer Worcestersauce verlangte.
Ich war kurz davor, das Buch wieder zuzuklappen, das Rezept zu vergessen und Feta und Melone getrennt voneinander zu verspeisen, aber dann fiel mir ein, dass mich ja niemand zwingt, Chichi-Salat in allen Geschäften der nördlichen Hemisphäre zu suchen oder Rosinen zu überbrühen und in vegetarischer Worcestersauce zu marinieren. Pah!
Ich habe normale, im Supermarkt erhältliche junge Salatblätter genommen, und als Dressing ganz simpel und einfach Öl und etwas Zitronensaft. (Zugegebenermaßen hat Maria Elia diesen Dressing-„Ersatz“ aber auch vorgeschlagen).
Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es probiert habe, denn es schmeckt wirklich toll. Der warme und cremige, leicht scharfe Feta ist ein toller Kontrast zur kühlen Wassermelone. Eine prima Sommer-Vorspeise, wenn man mal vor seinen Gästen angeben will! 😉

Wassermelone mit gebackenem Feta 

Aus Maria Elia, „Die neue vegetarische Küche“
Für 4 Portionen

2 Packungen Feta
Chiliflocken
Olivenöl
1 Packung junge Salatblätter
2 EL Pinienkerne
4 Scheiben Wassermelone, ca. 1 cm dick
Salz, Pfeffer
1 EL Zitronensaft

:: Backofen auf 190°C vorheizen.
:: Feta abtupfen und die „Blöcke“ jeweils halbieren. Die Hälften noch einmal waagerecht (quasi wie ein Brötchen) durchschneiden, so dass jeweils 2 große, schmale Scheiben entstehen. Jeweils 2 Scheiben Feta auf ein größeres Stück Alufolie legen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und jeweils einer kleinen Prise Chiliflocken bestreuen.
Die Enden der Alufolie umklappen und zusammendrücken, so dass eine „auslaufsichere“ Tasche entsteht. (Wenn die Folie zu klein war einfach ein zweites Stück abreißen, darüberlegen und die Kanten zusammendrücken.) Die 4 Päckchen in den Ofen legen und 10 Minuten backen.
:: Währenddessen den Salat verlesen, waschen und schleudern, auf den Tellern verteilen.
:: Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.
:: Melonenscheiben „begradigen“, so dass 4 rechteckige Scheiben entstehen. Auf die Teller verteilen.
:: Für das Dressing 3 EL Olivenöl mit Zitronensaft verrühren. Über den Salat träufeln.
:: Feta aus dem Ofen nehmen und den Inhalt jeweils eines Päckchens über den Melonenscheiben anrichten. Mit grob gemahlenem Pfeffer und Meersalz bestreuen und die Pinienkern über den Salat geben.

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Donnerstag, 7. Juli 2011

3 Gedanken zu „Wassermelone mit gebackenem Feta

  1. Juliane

    Mhhhmmmm… oh da hätte ich jetzt auch Lust drauf! Die Kombi aus Wassermelone und Ziegenkäse oder Feta finde ich grandios, könnte ich im Sommer jeden 2. Tag essen 🙂 Und diese Variante gefällt mir auch sehr gut. Und auch bei mir ist Maria Elia etwas ins Hintertreffen geraten, aber wie man sieht zu unrecht! Muss mal wieder drin schmökern…

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  2. Katharina

    Gell, Wassermelone rocks! 🙂
    Ich war erst ein bisschen, öhm, angenervt, da mein Ergebnis sich optisch doch etwas vom Bild im Buch unterschied (wetten, da haben sie KEINEN gebackenen, sondern normal-kalten Käse genommen, so wie der in Form bleibt?), aber am Ende zählt ja der Geschmack, und der hat absolut überzeugt.

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