Dienstag, 30. November 2010

Weihnachtsplätzchen meets Christmas cookie

Ist es eigentlich VÖLLIG bescheuert, wenn man eine zwei Wochen vor dem ersten Advent anfängt zu überlegen, mit welchen Plätzchen man am Adventssonntag loslegen möchte? Wenn man eine Woche vorher in seinem Kopf die Einkaufsliste erstellt? (Immerhin habe ich mich mit dem tatsächlichen Aufschreiben bis zum Freitag zurückhalten können, legitim, wie ich finde, denn Samstags besuche ich in der Regel die Supermärkte.) Und ist es total meschugge, wenn der erste Gedanke am Sonntag dann tatsächlich nicht dem Liebsten neben einem gilt, sondern eher lautet „Juhuuuuu! Heute ist Plätzchenbacktag! Endlich!!“? Ja? Schon ein bisschen, oder?
Egal. Ich liebe es einfach. Freundlicherweise habe ich leicht verfressene Kollegen, die in nicht mal 24h den ersten Teller ratzeputz kahlgefuttert haben. Gut so! Meine Keksdosen haben nämlich nur eine begrenzte Kapazität und es soll ja auch noch andere Plätzchen geben.

Grün-Schwarz-Gebäck

Der Klassiker „Schwarz-Weiß-Gebäck“ in neuem Gewand.
Da diese Plätzchen am meisten Zeit brauchen, beginne ich in der Regel mit ihnen und rühre, knete und backe die übrigen Plätzchen in der Ruhezeit dieses Teigs. 



250g Mehl
25g Kakaopulver
40g fein gemahlene Pistazien
100g Puderzucker
Salz
200g kalte Butter
1 Ei
100g dunkle Kuvertüre
2 EL gehackte Pistazien

Es müssen 2 getrennte Teige hergestellt werden – klar, ein grüner und ein dunkler. Das wirft eventuell Schwierigkeiten mit dem einen Ei auf – in der Mitte durchschneiden ist ja nicht. Ich trenne das Ei dann meistens, gebe das Eigelb zum dunklen Teig und das Eiweiß zum hellen. Man kann das Ei auch verquirlen und dann die Hälfte abwiegen. Alles Glaubenssache. (Man könnte den Teig auch verdoppeln, hätte dann aber erfahrungsgemäß ca. 4 Bleche voll Kekse.)

:: Die Eier trennen.

:: Für den dunklen Teig:
125g Mehl, Kakao und 1 Prise Salz gut vermischen, dann mit Eigelb, 100g Butter und 50g Puderzucker zu einem festen Teig verkneten, evtl. noch Mehl dazugeben. Halbieren und die beiden Teighälften in Folie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

:: Für den grünen Teig:

Die Pistazien, falls nicht so gekauft, fein mahlen, ich mache das in der elektrischen Kaffeemühle; im Mörser geht das ganz retro, aber mit etwas mehr Kraft- und Zeitaufwand allerdings auch gut.
125g Mehl, 50g Puderzucker, die gemahlenen Pistazien und 1 Prise Salz zu vermischen, dann mit 100g Butter und dem Eiweiß zu einem glatten Teig kneten. Halbieren und die beiden Teighälften in Folie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
:: Den grünen Teig zu 2 Rollen formen, meine hatten etwa 2cm Durchmesser.
Die dunklen Teighälften länglich ausrollen, so dass sie die Länge der grünen Rollen haben und komplett einmal um eine Rolle herumpassen.
:: Dann die grünen Rollen auf den dunklen Teig legen, den dunklen Teig eng um die Rollen wickeln, Überschüsse abschneiden.
:: Die Rollen fest in Klarsichtfolie einwickeln und für etwa 1 Stunde ins Tiefkühlfach legen. Das Einfrieren hilft dabei, die Rollen beim anschließenden Schneiden in Form zu halten.
:: Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Rollen aus dem Tiefkühlfach nehmen und mit einem scharfen Messer in ca. 1/2 cm breite Scheiben schneiden.  Auf ein Backblech legen und 12 Minuten backen. Die Kekse sollten nicht (!) golden werden. Gut auskühlen lassen.
:: Dunkle Kuvertüre hacken und über Wasserbad schmelzen. Die Kekse zur Hälfte eintauchen, auf Alufolie oder Backpapier geben, mit gehackten Pistazien bestreuen und trocknen lassen.

Coconut Cookie Favors

aus: „Country Living Merry & Bright“

Meistens rechne ich die amerikanischen Volumenmaße ja um, irgendwie traue ich meiner Waage mehr als den immer unterschiedlich großen Tassen. Wenn ein Rezept aber nur wenige Zutaten hat, bin ich meist zu faul, um die Umrechnungstabelle rauszukramen. Deswegen habe ich auch bei diesen Keksen „Cups“ bzw. Tassen als Mengenangaben aufgeführt. Ich nehme dafür eine normal große Kaffeetasse, also keinen Pott/Topf/Haferl, sondern die klassische Kaffeeservice-Tasse. 

2 Tassen Kokosraspeln
1/2 Tasse Zucker
1 1/2 EL Mehl
70g weiche Butter
2 Eigelb, Gr. L
1 Ei, Gr. L
100g Kuvertüre, dunkle oder weiße.
als Deko: gehackte Pistazien, Hagelzucker, Kokosraspeln, geriebene Orangenschale, etc.

:: Den Ofen auf 175°C vorheizen.
:: Alle Zutaten bis auf Kuvertüre und Deko miteinander mixen, bis ein weicher Teig entsteht.
:: Mit einem Teelöffel gleichgroße Nocken abstechen (für kleine Konfekt-Cookies Espressolöffel nehmen) und mit feuchten Händen zu Kugeln formen. Auf ein Backblech setzen und 12 – 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.
:: Die Kuvertüre hacken, überm Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Coconut Cookies eintauchen. Dann mit der gewünschten Deko bestreuen und trocknen lassen.

Double Chocolate Snowquakes

auch aus: „Country Living Merry & Bright“

Hier hab ich mich mit metrischen Maßen wieder wohler gefühlt… 🙂 Auch hab ich ein paar Zutaten geändert – und wie immer den Zucker gewaltig reduziert.

180g Mehl
2 EL Kakaopulver
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
125g weiche Butter
1TL Vanilleextrakt
80g brauner Zucker
2 Eier, Gr. L
100g gehackte Schokolade, von Milch-Schoki bis richtig dunkel geht alles, meine hatte 70% Kakaoanteil
1 Tasse Puderzucker

:: Ofen auf 175° vorheizen.
:: Mehl, Kakao, Backpulver und Salz vermischen.
:: In einer großen Schüssel Butter und Zucker verrühren, Vanilleextrakt und die Eier (einzeln) darunterschlagen. Die Mehlmischung daraufsieben und untermixen, bis sich ein weicher Teig bildet. Die gehackte Schokolade unterrühren.
:: Mit einem Teelöffel Teig abstechen, zu Kugeln formen und großzügig im Puderzucker wälzen. Nicht abklopfen. Mit Abstand (sie zerfließen…) auf ein Backblech setzen und etwa 12 Minuten backen. Der Puderzucker sollte beim Backen eine „zerrissene Kruste“ bilden. Die Cookies sind noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen, da die Schokolade natürlich schmilzt – also gut abkühlen lassen.

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Dienstag, 30. November 2010