Sonntag, 11. September 2011

Whoopie Pies mit Kirsch-Sahne-Füllung

… und nichts läuft, wie es soll. *grrrr*
Whoopie Pies stehen auf meiner Backliste, seit ich das Buch „The Hummingbird Bakery Cake Days“ geschenkt bekommen habe. Die kleinen Ufos mit Cremefüllung waren mal eine willkommene Abwechslung zu den sonst heißgeliebten Cupcakes.
Ebenso schmachte ich aber auch schon seit Wochen das Foto vom „Forêt-Noire“ aus Kathreinerles Photisserie an. Genauer gesagt schmachte ich alle Fotos von ihrem Blog an, aber diesen Kuchen ganz besonders.
Nun wollte ich unbedingt Whoopie Pies backen und ebenso unbedingt den Forêt Noire… und dachte großmäulig, na is ja allet super, machste eben eines aus beidem. Und damit begann die Katastrophe. (Mein Mann findet die Dinger trotzdem lecker, aber über mein konstantes Fluchen hat er schon sehr gelacht.)
Whoopie Pies sind nicht sonderlich kompliziert zu backen, aber sie sind aufwändig: Milch und Joghurt erst in einer Schale verrühren und dann zum Teig zugeben. Butter schmelzen. Trockene Zutaten in eine Schüssel sieben, vermischen und dann in Schüben zum Teig geben. Ehe ich mich versah, hatte ich neben der Rührschüssel 3 weitere Gefäße eingesaut.
Die Whoopie Pies gingen super auf, könnten aber etwas saftiger sein, im Gegensatz zu anderen Schokoladenkuchen fand ich sie recht trocken. Ich hoffte daher auf die Füllung.
Die Kirschfüllung war kein größerer Akt, aber dann kam die Sahne. Die blöde, olle, dämliche %!(&$)§-Sahne. Zunächst bildete sie beim Schlagen hübsche Schaumkrönchen, wurde halbsteif – und dann auf einmal wieder flüssig. Selbstredend hatte ich keine weitere Packung Sahne im Kühlschrank, und eine frühere, bittere Erfahrung hatte mich gelehrt, dass die Tanke ein paar Häuser weiter keine Sahne führt. Irgendwann, nachdem ich die halbe Küche mit Sahnetröpfchen eingesprüht hatte, sah ich meine Niederlage ein, rührte die Creme Fraîche unter und hob alles unter die Kirschen.
Dass der obere Whoopie bei der Fotosession dann auch noch einen Abgang gemacht hat, lag wohl einfach in der Natur der Dinge.

Whoopie Pies mit Kirsch-Sahne-Füllung

Für ca. 8 Ufos

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Allerdings ist in den Schattenmorellen auch Zucker enthalten.**
Ich folge in der Rezeptbeschreibung dem Backbuch, es steht Euch natürlich frei, den Prozess zu vereinfachen. Da der Kuchen aber eigentlich ein Standard-Schokoladenkuchen ist, sollte es eigentlich kein Problem sein, die Butter nicht zu schmelzen, sondern direkt und weich unterzurühren, und den Joghurt ohne Verrühren mit der Milch direkt aus dem Becher hineinzukippen. Oder das Mehl gleich in die Rührschüssel zu sieben…


75g Butter
1 großes Ei
120g Zucker (im Buch sind’s 150g)
125g Naturjoghurt
25ml Milch
1 Pck. Vanillezucker 
200g Mehl
3 EL Kakaopulver (im Buch wollen sie 80g haben, das wäre aber 1/3 einer handelsüblichen Kakaopulver-Packung, das war selbst mir zu viel)
1 knapper TL Natron
1/4 TL Backpulver
1 Glas Schattenmorellen (Abtropfgewicht ca. 400g)
2 TL Speisestärke 
1 Prise Pfeffer
250ml Sahne
1 Prise Zucker
50 g Creme Fraîche
nach Belieben fein gehackte bzw. geriebene dunkle Schokolade

:: Butter schmelzen. (Vereinfachungstipp: einfach bei Raumtemperatur sehr weich werden lassen.)

:: Ei und Zucker mixen, bis die Masse ihr Volumen deutlich vergrößert hat und hell wird. Joghurt und Milch verrühren (oder auch nicht…) und zusammen mit dem Vanillezucker zur Ei-Masse geben und unterrühren. Geschmolzene (oder weiche) Butter einrühren und alles gut vermischen.
:: Mehl, Kakao, Natron und Backpulver in eine Schüssel sieben und mischen, dann in 2 Schüben zum Teig fügen und jeweils gut unterrühren. (Allerdings sehe ich kein Problem, die trockenen Zutaten direkt im über die Schüssel gehängten Sieb zu mischen…) Den Teig für 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
:: Währenddessen den Ofen auf 170°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. (Ich habe nur 1 Backblech benutzt und damit 2 Chargen gebacken, so konnte die eine bereits auskühlen, während die andere noch buk.)
:: Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen, Saft auffangen.
Die abgetropften Kirschen in einem Topf ohne weitere Flüssigkeit erhitzen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Dabei die Prise Pfeffer unterrühren. Wie Kathreinerle sagt, schmeckt man den Pfeffer später nicht raus, aber der Kirschgeschmack wird verstärkt. 3 EL vom Kirschsaft mit Speisestärke glattrühren und zu den Kirschen geben. Eindicken lassen und abkühlen.
:: Pro Backblech 8 Teigklekse auf das Blech setzen, entweder mit dem Löffel oder mit der Spritztülle – letzteres sorgt natürlich für gleichmäßigere Kreise. Die Klekse sollten etwa 4-5 cm groß sein, dabei genügend Abstand lassen, da sie noch etwas in die Breite gehen. Ca. 10-12 Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
:: Sahne steif schlagen, dabei Zucker einrieseln lassen. Anschließend die Creme Fraîche vorsichtig unterrühren.
:: IDEALERWEISE (*grrrr*) sieht die Schichtung jetzt so aus: Whoopies gleicher Größe und Form zu Paaren paaren. Auf das untere Whoopie einen Klacks Sahne geben, liebevoll einige Kirschen daraufsetzen, noch einen ganz kleinen Klacks Sahne obendarauf und eventuell ein paar Schokoladen-Raspel. Dann mit dem Deckel-Whoopie zudecken.
Nicht so idealerweise – oder weil man zu der Sorte gehört, die Kartoffeln und Soße auch am liebsten zu Brei matschen *öhm* – Kirschen und Sahne vemischen und auf den unteren Whoopie streichen, dann den oberen Whoopie darüberklappen.

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Sonntag, 11. September 2011

6 Gedanken zu „Whoopie Pies mit Kirsch-Sahne-Füllung

  1. Fräulein Text

    desaster in der küche kenne ich nur zu gut 😉 aber die werden ja bei anderen bekanntlich als weniger schlimm angesehen – deswegen: hoch leben die whoopie pies!

  2. Anne

    Diese Pies sind ja scheinbar grad am kommen, werde mich wohl auch mal ran wagen. Schauen doch lecker aus trotz der Katastrophen 🙂

  3. = lingonsmak

    vielleicht nicht das, was du wolltest, aber es sieht immer noch wunderbar aus und scheint deinem mann ja auch geschmeckt zu haben 🙂 nicht aufgeben.

  4. Katharina

    Wahrscheinlich hätte ich erzählen sollen, dass es alles GENAU. SO. GEPLANT. war… aber dann wäre die Story nicht so gut gewesen. ;-))
    Ich denke mal, dass ich mich das nächste Mal auch an die totaaaal kalorienreduzierte Füllung aus Marshmallow-Fluff wagen werde, denn Du hast Recht, Anne: Die Dinger sind total im Kommen in Deutschland, angeblich wollen sie den Cupcakes den Rang ablaufen.

  5. Julie (matundmi)

    ach die whoopies… ich habe ihnen vor längerer zeit schon großes prophezeit, aber warm geworden bin ich nicht mit ihnen… sie haben spritzbeutel gesprengt und das etwas trockene hat mich auch nicht umgehauen. nee, mein neuer trend werden die nicht. aber schön sehen die schon aus 🙂

  6. Johanna

    Hallo Katharina,

    leider habe ich keine andere Möglichkeit als diesen Kommentar gefunden, um Ihnen zu schreiben.

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    Bei Fragen oder Anmerkungen schreiben Sie mir gerne eine Email!

    Herzliche Grüße,
    Johanna
    P.S: Die Whoopie Pies werde ich gleich nach machen am WE.

    johanna@paperblog.com

    http://de.paperblog.com

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