Dienstag, 4. Oktober 2011

Zum Nachbacken unbedingt empfohlen: Rheinisches Schwarzbrot von Christina

Meinem persönlichen Fitnessfreak aka Testesser aka Ehegatten kann man es manchmal auch nicht recht machen: Erst beäugt er alle Kohlenhydrate mit großer Skepsis – und dann futtert er mir in einem Durchgang das halbe Schwarzbrot weg. Da ich bislang am liebsten das bereits gepostete Roggenbrot mit Nüssen gebacken habe, konnte ich also nie schnell für Nachschub sorgen, es sei denn, ich bin zum Bäcker geflitzt oder habe den Mann geschickt (immerhin hat er das Brot aufgegessen!). Keine Frage, das Roggenbrot ist unglaublich gut, aber die Vorbereitung dauert eben eine ganze Weile: 3 Tage vorher den Starter ansetzen, dann eine halbe Stunde kneten (lassen), eine halbe Stunde gehen lassen und dann backen.
Das geht auch schneller, wie ich begeistert festgestellt habe, nachdem ich Christinas Rezept des „Rheinischen Schwarzbrots“ ausprobiert habe. Wie sie in ihrem schönen Blog Feines Gemüse beschreibt, ist es ratzfatz zusammen gerührt, auch ohne (!) Küchenmaschine, muss nicht erst lange gehen, sondern verschwindet gleich ganz platzsparend für 3 Stunden im Backofen. Heraus kommt ein körnerstarkes, kräftiges dunkles Brot, für das ich mal ganz locker ein aufwändiges Gericht stehen lassen würde. Beziehungsweise glücklich auf das Kochen desselben verzichten würde.
Christinas Originalrezept besteht aus Roggen- und Weizenschrot, es funktioniert aber hervorragend auch mit ausschließlich Roggenschrot, auch in der kompletten Roggenvariante ohne Weizenmehl habe ich es schon gebacken. Ich habe die Varianten in der Zutatenliste ebenfalls aufgeführt. Wer es noch etwas „gewürzter“ mag, kann auch ein oder zwei Esslöffel Brotgewürz hinzufügen – für die Authentizität bürge ich dann aber nicht. 🙂
Rheinisches Schwarzbrot

Ich habe Christinas Rezept halbiert, da 2 Laibe selbst mit einem Krümelmonster zu Hause ein bisschen viel sind.

140g Roggenschrot
140g Weizenschrot (oder dann insgesamt 280g Roggenschrot)
250g Weizenmehl, 550 oder 1050 (oder Roggenmehl 1150)
70g Leinsamen
70g Sesamkerne
50g Sonnenblumenkerne
1 gehäufter EL Salz
500ml Buttermilch
1 1/2 Würfel frische Hefe (ca. 60-65g – ich habe auch schon 1 Würfel plus 1 Tütchen Trockenhefe benutzt)
25g Rübenkraut bzw. Zuckerrübensirup oder Malzsirup

:: Backofen nicht vorheizen, aber eine Kastenform backfit machen. Einen Streifen Backpapier etwas größer als die Kastenform zuschneiden, mit ein paar Tropfen Pflanzenöl bestreichen. Einen Streifen Alufolie abreißen. Alles zur Seite stellen.
:: Schrot, Kerne, Mehl und Salz in einer großen Rührschüssel vermischen.
Buttermilch erwärmen und dann die Hefe in die Buttermilch  hineinbröckeln, auflösen, und anschließend das Rübenkraut unterrühren. Die Mischung in die Rührschüssel gießen und alles gut vermischen – das schafft nicht nur die Küchenmaschine, auch ein normaler Handrührer kann das mit den Knethaken spielend.
:: Den recht flüssigen Teig in die Kastenform füllen, mit dem geölten Backpapier abdecken und die ganze Sache mit Alufolie verschließen. Bei meinem ersten Versuch backte der Teig an der Alufolie fest, so dass ich die Alu-Überreste aus dem Teig popeln musste. Das Backpapier verhindert das freundlicherweise.
:: In den Ofen schieben, auf 150°C stellen und dann 3 Stunden backen. Nach dem Ende der Backzeit das Brot noch 15 Minuten im Ofen stehen lassen, dann herausnehmen und auskühlen lassen. Am besten noch ein paar Stunden oder gar einen Tag stehen lassen, damit es gut durchzieht.

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Dienstag, 4. Oktober 2011

4 Gedanken zu „Zum Nachbacken unbedingt empfohlen: Rheinisches Schwarzbrot von Christina

  1. Christina

    Dankeschön! Es tut gut zu wissen, dass man nicht für „nichts“ bloggt, sondern dass die Leser es tatsächlich ausprobieren und nach ihrem Geschmack ummodeln! 🙂

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