Donnerstag, 29. März 2012

Zwiebel-Konfitüre: Confettura di cipolle

Von meiner Begeisterung für das Buch “La cucina verde” von Carlo Bernasconi sprach ich bereits hier. Die Begeisterung ist ungebrochen, nicht umsonst schwärmten Valentinas Kochbuch und Arthurs Tochter zum Beispiel von der Torta di zucchine, dem Zucchinikuchen. Der ist aber auch zu gut! Und ganz sicher Bestandteil eines Posts in naher Zukunft. Aber erst einmal habe ich ja versprochen, mich in den nächsten Posts den selbstgerührten, -gekochten und -gebackenen Ostergeschenken zu widmen. Oder überhaupt Geschenken, Ostern ist ja nur ein willkommener Anlass.

Das wunderbare Buch beinhaltet ein Rezept, das ich in ähnlicher Form schon mal bei Steph und bei Christina gesehen und nachgekocht hatte, und das an und für sich schon perfekt ist. Aber man probiert ja gern etwas neues aus, nicht? Deswegen hat die “Confettura di cipolle” sofort einen Marker verpasst bekommen, als Geschenk für Feinschmecker und Käseliebhaber. Die Zwiebelmarmelade macht sich perfekt zu reifem Käse oder in meiner persönlichen Lieblingskombi mit Ziegenfrischkäse: hier ist das Zusammenspiel aus säuerlichem Frischkäse und würzig-süßlichem Marmeladengeschmack der Himmel auf Erden. Quasi die Abendbrot-Variante vom Frühstücks-Frischkäsebrot mit “normaler” Marmelade. Stulle of the Week-verdächtig!!!

Eigentlich heißt das Rezept “Confettura di cipolle di Tropea”, also Konfitüre mit Zwiebeln aus Tropea, einer Stadt im süditalienischen Kalabrien. Nun gab es nur norddeutsche Zwiebeln aus den Vierlanden im Angebot. Confettura di cipolle di Quattro Paese, dann vielleicht? Egal.
Auch sonst habe ich das Rezept ein bisschen anpassen müssen, denn Carlo Bernasconi möchte Rotweinessig verwendet haben. Da ich den aber in zwei Supermärkten nicht oder nicht in anständiger Qualität bekam, bin ich auf den bewährten Balsamico umgestiegen. Balsamico ist ja von Haus aus ein bisschen süßlich und milder als Rotweinessig, weshalb ich die Zuckermenge etwas reduziert habe. Der Vollständigkeit halber steht die Originalmenge beim Rezept dabei.

Und weil Euch neulich die Etiketten der Schokoladensirup- und Karamellsaucen-Flaschen so gefallen haben, habe ich Euch hier die Etiketten als Vorlage für Aufkleber oder Anhänger für die Zwiebelkonfitüre umgestaltet und als PDF hochgeladen: KLICK.

Zwiebel-Konfitüre: Confettura di cipolle
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich grundsätzlich durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Allerdings ist hier durch den Aceto Balsamico ziemlich viel Zucker drin. Leider!**

Ergibt genug für 1 Glas à 400ml Fassungsvermögen, oder 2 nicht ganz volle 250ml-Weck-Gläser

600g rote Zwiebeln, gepellt gewogen
4 EL Olivenöl
75g Zucker (original: 100g)
100ml Aceto Balsamico (original: Rotweinessig)
1 Zimtstange
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer

:: Zwiebeln in feine Scheiben schneiden.
:: In einem weiten Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin langsam für ein paar Minuten andünsten, bis sie etwas weicher geworden sind.
:: Zucker, Balsamico/Essig, Zimt und Lorbeerblätter zu den Zwiebeln geben, umrühren und ca. 1 Stunde auf geringster Hitze köcheln. Dabei immer mal wieder umrühren und evtl. etwas Wasser nachgießen, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.
:: Zimt und Lorbeerblätter entfernen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In saubere Gläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.
:: In Kühlschrank aufbewahren. Die Zwiebel-Konfitüre hält sich dort einige Wochen.

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Donnerstag, 29. März 2012

3 Gedanken zu „Zwiebel-Konfitüre: Confettura di cipolle

  1. Christina

    ach, toll. dieses geile (sorry, aber was wahr ist ist wahr!) zeugs.
    die originalvariante ist hier heute abend auf ner pizza gelandet und mit ziegenkäse überbacken worden. K Ö S T L I C H, i tell ya.

    ich muss eh bald wieder ran, vielleicht dann mit dieser variante.

    und: danke für die etiketten. das wäre doch nicht nötig gewesen, hihi.

    LG
    christina

  2. Katharina

    Jaaa, Christina, dat isn jeilet Zeuchs, in der Tat! Zum Weglöffeln, wie Nutella in herzhaft. :)
    ka – erzähl dann mal, wie’s Dir geschmeckt hat!

Kommentare sind geschlossen.